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Edith Schweizer Baslerin durch und durch

Kurz vor dem Ausbruch des zweiten Weltkriegs ist sie in Basel geboren, und Basel ist sie zeitlebens treu geblieben. Edith Schweizer ist Autorin mehrerer Bücher zum Brauchtum in der Schweiz, Volkskundlerin und begeisterte Basler Fasnächtlerin.

Ihr Vater wuchs in einer Musikerfamilie auf und wurde Grafiker, ihre Mutter kam aus dem Elsass und hielt sich während des Kriegs als Schneiderin in der Haute Couture in Heimarbeit über Wasser. Zeit für ihre Tochter blieb da wenig. Deshalb war Edith Schweizer als kleines Mädchen vorwiegend auf dem Spielplatz Voltamatte anzutreffen. Dort gab es allerlei zu entdecken, und allein war sie dort auch nicht.

Offen und neugierig

Als Jugendliche liebte sie es, ihresgleichen in einschlägigen Lokalen zu treffen. Diese lebendige und bunte Szene gefiel ihr und inspirierte sie. Dort lernte sie auch ihren Mann kennen. Verheiratet und finanziell abgesichert, folgte Edith Schweizer-Völker ihrer Neugier, reiste mit ihrem Mann durch Europa und Asien und studierte mehrere Fachrichtungen, wie Ethnologie, Kunstgeschichte und Germanistik.

Gute und schwere Zeiten

1974 adoptierte das Ehepaar ein Baby aus Kambodscha. Edith Schweizer blieb Zuhause, arbeitete aber von dort aus auch als Lektorin und Journalistin. Einige Bücher zur Volkskultur sind von ihr erschienen, wie Schweizer Volksfeste (Mondo) oder der Bestseller «Mythische Orte am Oberrhein».

Als Volkskundlerin interessiert sich Edith Schweizer-Völker bis heute für Legenden und Geschichten rund um Basel. Dabei traf sie immer wieder das Motiv der drei Jungfrauen an. Die Legende geht zurück auf Ursula, die von Köln aus, zusammen mit vielen Jungfrauen – es sollen 11'000 gewesen sein – per Schiff den Rhein hochfuhr und in Basel vorbeikam.

Schwierige Zeiten folgten, als sie von ihrem Mann verlassen wurde und ihr Sohn als Jugendlicher ins Drogenmilieu abrutschte. Nach anstrengenden Jahren gelang ihrem Sohn jedoch der Ausstieg. Heute lebt Edith Schweizer noch immer in Basel, direkt am Rhein und engagiert sich für die Quartierzeitung.

Lebensgeschichten auf SRF Musikwelle

In der «Sinerzyt»-Serie «Lebensgeschichten» von SRF Musikwelle blicken Seniorinnen und Senioren zurück in die Vergangenheit. Sie erzählen – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – von wichtigen Episoden aus ihrem Leben. Manchmal werden diese nur kurz gestreift, ein anderes Mal detailliert geschildert.