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Schlager Peter Alexanders haariges Geheimnis

Er soll ein Toupet tragen, heimlich Erotikfilme konsumieren und geizig sein – so munkelte man dereinst über Peter Alexander. Auch ein Saubermann wie er schien demnach seine Geheimnisse zu haben. Die Radio-Reporterin Kathrin Brigl war 1987 eine der wenigen, die sich traute nachzufragen.

Legende: Audio Peter Alexander Interview «à la carte» mit Kathrin Brigl. abspielen. Laufzeit 109:00 Minuten.
109 min, aus Audio MW vom 28.06.2016.

Natürlich sind seine Haare echt, einen Erotikfilm hat er auch noch nie gesehen, und Geiz kennt er nicht, beteuert Peter Alexander im August 1987 als Gast in der Sendung «Samstag à la carte». Dabei wirkt er weder genervt noch beschämt. Man kann noch nicht einmal ein Verlegenheits-Räuspern ausmachen. Dennoch hat man das Gefühl, dass er etwas verschweigt. Das ist einerseits enttäuschend, und andererseits verzeiht man es ihm unbewusst – und das hat seinen guten Grund.

Charleys Tante in der kleinen Kneipe

Peter Alexander ist nicht nur einfach ein Megastar, sondern gleichzeitig unser «Weisses Rössl»-«Charleys Tante»-«Graf Bobby»-Schmunzelgarant.

Mit Peter Alexander zusammen möchten wir einen Abstecher in «Die kleine Kneipe» unternehmen oder von ihm durch «Der Papa wird’s schon richten» aufgemuntert werden.

Da zerstören weltliche Mäkel wie künstliche Haarteile oder Geiz nur das Image des Saubermanns, das wir uns von ihm aufgebaut haben.

Ich stehe zu meinen Filmen, auch wenn sie manchmal deppert waren
Autor: Peter Alexander

Aber gehen wir doch auf dieses Image etwas näher ein. Wie kommt es, dass uns Peter Alexander, trotz teils dümmlicher Blödelfilme und flacher Pointen so sehr ans Herz gewachsen ist? Er war eben ein Multitalent von Weltformat. Peter Alexander hatte den Schalk im Nacken, konnte sein Publikum aber ebenso mit seinem Wiener Schmäh um den Finger wickeln.

Er stakste in albernen Frauenkleidern über die Bühne, parodierte Hans Moser genauso brillant wie eine Zarah Leander und lockte mit seiner Mischung aus Operette, Musical, Klamauk und berühmten Gästen in der «Peter Alexander Show» von 1987 bis 1995 ein Millionenpublikum vor den Fernseher. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse war es, dass er seine Show alljährlich nur einmal produzierte. Er machte sich also rar und blieb dadurch interessant – und noch ein weiterer wichtiger Faktor spielte mit.

Echte Gefühle zeigen Wirkung

Peter Alexanders langjährige Ehefrau Hildegard erklärte im selben Radio-Interview mit Reporterin Brigl, dass der Erfolg ihres Gatten zudem seiner Ehrlichkeit zu verdanken sei.
Nur wer echtes Gefühl zeigen kann, dringt bis zum Publikum durch. Auf der Bühne und dem Bildschirm ist ihm dies definitiv gelungen. Sein Privatleben und sein wahres Ich schien Peter Alexander jedoch mehr oder weniger geheim zu halten.

Ende der 1990er-Jahre zog er sich vom Showbusiness zurück. Er verbrachte seinen Lebensabend in Wien und verstarb im Februar 2011.

Am 30. Juni 2016 hätte Peter Alexander seinen runden 90. Geburtstag feiern können.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Hanspeter Zaugg, Langnau i e
    Spitzen Sendung Es Lebe die sogenannte "leichte" Unterhaltung
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  • Kommentar von Kuno Frei, Rotkreuz
    Peter Alexander verstorben 2011 ein absoluter Weltstar! Ich finde es nur kläglich und peinlich einen so negativ behafteten Artikel zu schreiben. Aber scheinbar funktioniert "Journalismus" heute so! Nur das Negative ist interessant! Macht lieber keine Artikel über eigentlich friedfertige, gute und Leute, wenn ihr nur das Negative sucht! Es ist nur................................
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    1. Antwort von Negativ behaftet
      Vielen Dank für Ihr Feedback. Der Artikel beruht ja auf einem Radio-Interview von 1987. Damals wie heute ist es durchaus legitim auch die ungeschliffene Seite eines Stars hervorzuheben Aber wie Sie sicher erkannt haben, geht es im weiteren Verlauf des Textes dann ja eben genau darum, das hervorragende Talent und die Grösse Peter Alexanders herauszustreichen.
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