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Volksmusik Berührende Momente im Volksmusikjahr 2016

«Das Munotglöcklein» in einer neuen Aufnahme, ein bewegender Auftritt von Solojodlerin Arlette Wismer oder das musikalische Vermächtnis von Mosi Pauli: Das Volksmusikjahr 2016 bot in zwölf Monaten ganz unterschiedliche Höhepunkte.

Gruppenbild mit vier Männern und einer Frau.
Legende: Die Volksmusikredaktion von SRF Musikwelle Dani Häusler, Beat Tschümperlin, Karin Kobler, Guido Rüegge und Sämi Studer. SRF

In der letzten Woche des Jahres blickt die Volksmusikredaktion von SRF Musikwelle von Montag bis Freitag in der «Fiirabigmusig» zurück auf ein paar persönliche volksmusikalische Höhepunkte: spezielle Livesendungen, besondere Aufnahmen, ein schönes Fest oder aussergewöhnliche Begegnungen.

  • 1. «Das Munotglöcklein» in einer neuen Aufnahme

    «Das Munotglöcklein» hat Chormusikredaktor Guido Rüegge ein Jahres-Highlight geschenkt. Von diesem Lied gibt es leider nur sehr wenige Aufnahmen. Damit das viel gewünschte Lied auf SRF Musikwelle in guter Qualität gespielt werden kann, hat es der Schweizer Jugendchor am Ende eines Konzerts extra gesungen und aufgezeichnet. «Dass das Lied von den schönsten Stimmen aus allen vier Sprachregionen der Schweiz gesungen wird, macht die Aufnahme für mich besonders wertvoll», so Guido Rüegge.

  • 2. Seite an Seite mit einem grossen Vorbild

    Volksmusikredaktor Dani Häusler blickt auf einen sehr emotionalen Moment zurück. «Vor kurzem durfte ich bei der Kapelle Jost Ribary-René Wicky aushelfen, weil Jost Ribary III nicht auftreten konnte.» So habe er an der Seite von René Wicky musiziert, einem seiner grossen Vorbilder. «Plötzlich realisierte ich, dass ich neben dem Akkordeonisten sitze, der früher schon mit einem anderen meiner Vorbilder gespielt hatte, nämlich mit Jost Ribary sen. Das hat mich sehr ergriffen», so Dani Häusler.

  • 3. Mosi Pauli und sein musikalisches Vermächtnis

    Einen speziellen Moment im Volksmusikjahr 2016 verbindet Beat Tschümperlin mit dem vor zwei Jahren verstorbenen Innerschweizer Original Mosi Pauli. Bis kurz vor seinem Tod hatte dieser die Hoffnung und Zuversicht, seine bisher unveröffentlichten Werke noch auf CD einspielen zu können. Um Schwyzerörgeli zu spielen, fehlte ihm aber leider die Kraft. So versprachen Reto Grab, Thomas Scherrer und Daniel Gwerder – seine Mosibuebä-Weggefährten – dieses Projekt für ihn zu vollenden.

  • 4. Eine junge Jodlerin überzeugt und berührt

    Sämi Studer sind die Jodlerfeste 2016 noch in bester Erinnerung. «Die gemütliche Stimmung und das spontane Singen und Musizieren in den Gassen oder Restaurant sorgt bei mir immer wieder für Gänsehaut.» Besonders berührt hat ihn der Auftritt der erst 17-jährigen Jodlerin Arlette Wismer am Nordostschweizerischen Jodlerfest Gossau: «Ihre Stimme, ihr Ausdruck und der gefühlvolle Gesang haben mich tief gerührt», so Sämi Studer.

  • 5. Begeisterung für den Blasmusik-Nachwuchs

    Blasmusikredaktorin Karin Kobler hat 2016 viele Konzerte besucht, Wettvorträge gehört und sich mit Blasmusikanten aus Nah und Fern ausgetauscht. «Was mich am meisten freut, sind die vielen jungen Musikanten, die ich an diesen Anlässen getroffen habe.» Ob am Eidgenössischen Musikfest, am Brass Band Wettbewerb oder am Blaskapellentreffen, überall habe sie junge, aufgestellte Blasmusikantinnen und -musikanten getroffen. Die oft totgesagte Blasmusik sei bei den jungen Leuten offenbar nach wie vor sehr lebendig.