Johann Fuchs – der Urvater des «Hudigäggelers»

Der etwas abschätzige Ausdruck «Hudigäggeler» kommt nicht von ungefähr. Es heisst, er gehe auf die «Hudelimusig» aus Einsiedeln zurück, die auch als Ländlermusik Fuchs auftrat. Johann Fuchs, der Kapellmeister der Formation, wird noch heute als Ländler-Pionier bezeichnet.

Kapelle im Anzug. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Ländlerkapelle Fuchs war um 1900 bis 1920 äusserst populär. zvg

Von Fuchs sagt man, er sei der erste gewesen, der Verzierungen in seinen Kompositionen zu notieren pflegte. Davon wiederum lebt der Ländlerstil nach wie vor. Als «Hudelimusig» wurde eine Formation bezeichnet, die aus Streicher und Bläser bestand. Die Handorgel fehlte, dafür kam manchmal ein Klavier zum Zug.

Vom Huhn zum Ländler

Johann Fuchs übernahm von seinem Vater in der dritten Generation die «Hudelimusig». Man erzählt sich, dass dieser Übername auf seine Mutter zurückgeht, die jeweils mit schriller Stimme ihre Hühner mit «Chum Hudeli» rief.

Zum Repertoire der Ländlerkapelle Fuchs gehörten diverse noch heute gespielte Melodien. Darunter die «Babeli-Polka». Allerdings wurde diese auf einer Schellackplatte der Ländlermusik Fuchs aus dem Jahr 1911 als «Edelweiss-Polka» bezeichnet.

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