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Unvergessliche Auftritte
Aus SRF Musikwelle Brunch vom 17.06.2016.
abspielen. Laufzeit 00:39 Minuten.
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Volksmusik Ländlermusikant und Hobbyfilmer Kurt Baumgartner wird 70

Die Kapelle Kurt und Willy Baumgartner war zwischen 1969 und 1986 eine der besten Ländlerformationen in der Schweiz. Von der erfolgreichen Kapelle lebt heute nur noch Kurt Baumgartner. Der Volksmusiker und Komponist aus Burgdorf feiert am Sonntag seinen 70. Geburtstag.

Die Liebe zur Ländlermusik entdeckt Kurt Baumgartner (im Bild oben links) schon als kleiner Knirps. Mit 12 Jahren lernt er Akkordeon, später Klavier spielen. Kaum aus der Schule entlassen, spielt er als Akkordeonist in der bekannten Kapelle des Klarinettisten Peter Burri.

Der Beginn einer Erfolgsgeschichte

Dann findet Kurt Baumgartner Interesse an der Klarinette. Er kauft sich das Instrument und nimmt Unterricht bei René Spada in Burgdorf. Nach nur anderthalb Jahren ist sein Können dank fleissigem Üben bereits beachtlich.

Dieser Umstand gibt 1969 den Ausschlag für die Gründung der Formation Gebrüder Baumgartner zusammen mit Bruder Willy. Sie treten entweder als Handorgelduett auf oder als Kapelle zusammen mit Walter Kunz und Hans Baumgartner.

Die Kapelle Kurt und Willy Baumgartner ist 17 Jahre lang in der immer gleichen Besetzung erfolgreich unterwegs. Sechs Langspielplatten, unzählige Auftritte – auch am Radio und Fernsehen – sowie die zweifache Auszeichnung mit der grossen Heirassa-Glocke für die schönste Komposition des Jahres veranschaulichen die grosse Popularität der Kapelle.

Überraschungsbesuch von Fredy Knie sen.

Einen unvergesslichen Höhepunkt erleben die beiden Brüder im November 1983 bei einem Auftritt in der Fernsehsendung «Öisi Musig» mit Wysel Gyr. Die Kapelle spielt den «Circus-Knie-Marsch» von Kurt Baumgartner und wird überrascht durch den Besuch von Fredy Knie sen., der von Wysel Gyr ebenfalls in die Sendung eingeladen wurde.

«Öisi Musig» 1983 mit Kapelle Kurt und Willy Baumgartner

Das Ende einer Ära

1986 löst sich die Kapelle Kurt und Willy Baumgartner auf. Kurt Baumgartner unterstützt noch rund drei Jahr das Handorgelduett am Klavier und zieht sich dann aus dem aktiven Leben als Volksmusiker zurück. Dafür hat er nun mehr Zeit für seine beiden Hobbies: Filmen und Eishockey. Fliegt ihm die Inspiration zu, komponiert er ab und zu noch ein Volksmusikstück.

Rund 150 Kompositionen hat Kurt Baumgartner bisher geschrieben. Bekannt sind unter anderem «Diableret-Schottisch», «Circus-Knie-Marsch» oder «Guet-Nacht-Gschichtli-Polka».

Vor fünf Jahren war Kurt Baumgartner zu Gast bei Beat Tschümperlin im «Volksmusik-Brunch» von SRF Musikwelle. Ausschnitte aus der damaligen Sendung belegen die eindrückliche Karriere von Kurt Baumgartner, der in grosser Bescheidenheit über wichtige Begegnungen und Auftritte spricht.