Berner- und Innerschweizer Örgelistil

Das Schwyzerörgeli ist aus der Schweizer Volksmusik nicht wegzudenken. Diesem Instrument wird man am Eidgenössischen Volksmusikfest in Aarau an allen Ecken und Enden begegnen. Es verleiht unter anderem dem Berner- und dem Innerschweizer Örgelistil die typische Note.

«Der Berner- und der Innerschweizer Örgelistil unterscheiden sich einerseits durch die Instrumente, andererseits durch die Spielweise», sagt der bekannte Schwyzerörgeler Res Schmid.

Die Berner Örgeli seien eher trocken gestimmt, die Innerschweizer tremolierter. Berner Örgeli-Formationen würden auch häufiger Marsch, Polka oder Fox spielen, während die Innerschweizer runde, virtuose Ländler wählen.

«Der Berner Örgelistil ist wie der Berner Bär etwas träge», sagt Res Schmid, der selber auch ein Berner ist, mit einem Schmunzeln. Er komponiert auch im Innerschweizer Örgelistil. Aus seiner Feder stammt zum Beispiel der Ländler «Rampässige Züüg», den er der Innerschweizer Formation Rampass widmet.

Musette und Bandella

Zum Schluss der SRF Musikwelle-Serie über verschiedene Stile in der Schweizer Volksmusik, geht der Blick noch in die West- und Südschweiz.

Typisch für die Volksmusik in der Romandie, vor allem im Jura, ist der französische Volkstanz Musette. «Für mich eine sehr liebliche Melodie, die auf dem Akkordeon gespielt wird», sagt SRF-Volksmusikredaktor Sämi Studer. Als Beispiel nennt er «Le Saut du Doubs», ein Musette-Walzer, gespielt vom Akkordeonduo Fabienne und Corinne Chapuis.

Im Tessin wiederum trifft man auf häufig auf Mandolinenklänge und vor allem auf die sogenannten Bandellas. Eine Bandella ist eine kleine Blasmusik, die häufig von einem Akkordeon und einer Gitarre begleitet wird. Ein Beispiel dafür liefert die Bandella Scampolo mit dem Walzer «Quaranta e passa».

Hörbeispiele aus der Romandie und dem Tessin

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