Mit dem Foxtrott gelangte das Saxofon in die Schweizer Volksmusik

Der Foxtrott stammt ursprünglich aus Amerika, von dort ist er in den 1920er-Jahren in die Schweiz gelangt. In grösseren Städten waren damals die Ländlerkapellen für die Unterhaltungsmusik zuständig. Bekannte Namen aus dieser Zeit sind Sepp Stocker, Jost Ribary senior oder Kasi Geisser.

Als Volksmusiker war man bei Auftritten bemüht, die musikalischen Wünsche des Publikums zu erfüllen. Durch den Einfluss amerikanischer Musik, hielten auch Foxtrott und Tango in der volksmusikalischen Unterhaltungsmusik Einzug – und auch das Saxofon.

«Heiri Meier aus Siebnen im Kanton Schwyz hat als erster Volksmusikant das Saxofon nach Zürich gebracht», sagt Volksmusikredaktor Dani Häusler. Zu hören sei dies zum Beispiel vom Foxtrott «Zürcher Strandbadleben». Im Hörbeispiel spielen Hans Muff und seine Original Swing-Ländlerkapelle in einer Aufnahme aus dem Jahr 2004.

Schweizer Swing in der Volksmusik

Im Gegensatz zum Tango hat sich der Foxtrott in der Schweizer Volksmusik durchgesetzt. Viele Protagonisten haben ihn über all die Jahrzehnte hinweg zu neuer Blüte getrieben. Geprägt wurde der «Schweizer Swing» von Namen wie Jost Ribary, Kapelle Heirassa, Carlo Brunner, René Wicky oder Willi Valotti.

Sendung zu diesem Artikel

  • Carlo Brunner mit Saxofon.
    Radio SRF Musikwelle 11.09.2015 11:40

    Musikwelle aktuell
    Tanzart Fox in der Schweizer Volksmusik

    11.09.2015 11:40

    Durch den Einfluss amerikanischer Musik, hielten ab 1920 auch Fox und Tango in der volksmusikalischen Unterhaltungsmusik Einzug und auch das Saxofon. «Heiri Meier aus Siebnen im Kanton Schwyz hat als erster Volksmusikant das Saxofon nach Zürich gebracht», sagt Volksmusikredaktor Dani Häusler.