Diese neuen Kopfhörer sind einfach nur dumm

Diese neuen Sony-Kopfhörer sind so unnötig wie ein Sandkasten in der Sahara: Man legt sie sich um den Hals und... fertig! Du selbst hörst die Musik laut und deutlich, die Menschen um dich herum jedoch nur schlecht. Das Teil, auf welches die Welt definitiv nicht gewartet hat, hat auch eine Kamera.

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Ein Stück Dummheit am Hals

Räum schon mal deine Halsketten weg, jetzt kommt der neue Kopfhörer aka Halshörer. Das Elektronikunternehmen Sony hat an der Veranstaltung SXSW ihren neusten S(tr)eich vorgestellt und will damit unsere Hörgewohnheit revolutionieren. Wir betonen: Diese Kopfhörer landen direkt auf der Fail-Liste.

Hängst du dir den sogenannten «Concept N» zum Musikhören um den Hals (siehst du erst einmal aus wie ein Vollhorst und es) wird ein Soundfeld um deinen Kopf kreiert, an welchem nur du Teil hast. Du hörst somit einerseits die gespielte Musik, schottest dich andererseits aber auch nicht auditiv von deinem Umfeld ab. Es muss Magie sein: Steht eine Person nur einige Meter daneben, kann sie den Song kaum erkennen.

Und jetzt kommts. Dieses futuristische Mega-Gadget hat auch noch eine integrierte Kamera, die - wie alle deine Wünsche - per Stimmenbefehl aktiviert wird, aus der Halskrause rollt, ein Foto knipst und wieder zurückfährt. Wir fallen vom Hocker.

Concept N(onsense)

Der vorgestellte Prototyp «Concept N» funktionierte bei der Präsentation angeblich nur in einem WLAN-Netzwerk reibungsfrei, woraus sich schliessen lässt, dass man diese Dinger (es wird immer dümmer) dann doch eher zu Hause oder im Büro anzieht.

Offen bleibt also etwa die Frage, wie dieser Fremdkörper mit Google Now, Apple's Siri oder Amazon's Alexa verbunden werden soll - und was er kostet. Hauptsache Cashback.

Derzeit sucht Sony übrigens gerade diverse Partner für ihr neustes Baby. Wir freuen uns schon auf ihre Anfrage. Um dann abzulehnen.

3 weitere Pfosten-Gadgets:

«Petcube»: $200

Die Situation: Deine Katze ist alleine zu Hause. Du kannst weder mit ihr Spielen noch weisst du, was sie gerade macht. Die Lösung: Du hast den weltverändernden Petcube. Du kannst sie sehen, ihr könnt euch hören und du kannst mit ihr spielen, indem du den Finger über deinen Touchscreen ziehst beziehungsweise Laser über ihren Boden schiesst. Wirklich.

«Budgee Robot»: $1,400

Budgee, dein Freund und Stalker. Der Roboter ist dazu da, dir deine Einkaufstüten auf Schritt und Tritt nachzurollen. Die Distanz, seine Augenfarbe und seine Stimme bestimmst du selbst. Kontrollieren kannst du Budgee übrigens mit deinem Smartphone oder Tablet, tragen kann er etwas mehr als 20 Kilogramm und fahren kann er bis zu ca. 6 km/h. Es rennt ja auch niemand durch das Einkaufszentrum.

«HAPIfork»: $99

Schnell essen macht fett! Wissen wir alle, machen wir aber nicht alle. Genau deshalb wurde die elektronische Gabel HAPIfork erfunden: Sie misst wie lange der Weg der Gabel von deinem Teller bis zum Mund geht. Isst du zu schnell, vibriert sie dich kaputt. Wir würden diese Nervensäge direkt mitessen.

Wir brechen an dieser Stelle ab. Zu viele missliche Gadgets im Umlauf.