Hippiekacke gegen die Herbstdepression

Wir haben bluttfuess auf den Wiesen der Festivals getanzt, sind zum Grund von Seen getaucht und haben mindestens 923 Glacés geschlamst. Wir freuen uns schon jetzt auf den nächsten Sommer. Und bis dahin verbringen wir die Zeit mit diesen 5 Beschäftigungen.

1. Lismen

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Beginne deine nächste Shoppingtour im Wulle-Lädeli deines Vertrauens.
Mit kiloweise Wolle ab nach Hause, Cheminée eingeheizt (oder halt die Heizung auf), mit Strickmuster aus dem Internet im Sessel platziert und losgestrickt.

Im Ohr die ewig-garstige Stimme deiner früheren Handarbeitslehrerin, die dich durch linke und rechte Maschen scheucht, bis es Mai ist und du einen begehbaren Kleiderschrank für deine Wollunterhosenkollektion brauchst.

2. Herbstlaub pressen

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Mit selbstgestricktem Schal, Händsche uuund Wollsocken bist du für arktische 15 Grad gerüstet.

Flink ein paar hübsche Herbstblätter ohne Vogelschiss drauf einsammeln und heimnehmen zum Pressen, wie früher im Chindsgi. Damals hat sich das Grosi über dieses selbstgepresste Weihnachtsgeschenk gefreut, dann wird es wohl auch heute tun.

Ah, die Anleitung: Laubblätter zwischen Buchseiten legen und das Buch beschweren. Wer kein Buch hat: Laptop auf, Blatt rein, Laptop zu, drei Tage draufstehen.

3. Freundschaftsbändeli knüpfen

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Die Herbstdepression wogt trotz bunter Schals und Blätter über dich hinweg, schwärzester Weltschmerz ist dein einziger Freund in einsamst schlaflosen Nächten.

Hättest du doch den etwas doofen, aber noch schnügligen Heinz vom Züri Openair nicht stehengelassen. Verbittert fängst du an, Freundschaftsbänder zu knüpfen und auf der Strasse zu verteilen. Mit einem Schild «für mehr Liebe auf der Welt». Hilft eh!

4. Batik-Shirts selbermachen

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Zu einem mit Freundschaftsbändel vollgehängten Wolle Petry-Arm gehört auch ein schönes Batikshirt. Denn: genau diese Kombi versprüht freie-Liebe-Frühlingsgefühle und jene Do-it-yourself-Mentalität, die wir dir in diesem Artikel nahelegen möchten.

Hopp, ein altes Shirt nehmen, Klebeband und Textilfarbe schnappen und los gebatikt. Hier gibt’s eine Anleitung.

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Schnitzel!? Ääh...weiss ä nöd. Wir meinten SCHNITZEN!

5. Schnitzen

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Wenn du dich bei der Suche nach schönen Laubblättern (siehe Punkt 2) nicht entscheiden kannst, schlepp den ganzen Ast mit nach Hause. Aus dem Holz kannst du mit gut geschärftem Schweizer Sackmesser Schwarzwald-Kuckucksuhren schnitzen und diese für teuer Geld auf dem Weihnachtsmarkt an ahnungslose Touristen als Schweizer Originalität verscherbeln.

Oooder du schnitzt deine eigenen Lisme-Nadeln! Nachhaltigkeit! Ha! Hätten wir das Wort auch noch platziert.

Noch mehr (sinnvolle) Tipps gibt's hier.