Diese 7 Openair-Situationen nerven als kleine Person

Das Leben an einem Festival ist riesig. Unbestritten. Aber wenn man klein ist, gibt es die einen oder anderen Momente, welche einfach nicht lustig sind. Wenn du kein Riese bist, wirst du dieses Video vom Openair St.Gallen richtig fühlen.

Vorne weg: Hoi, ich bin Bettina, und ich bin 1.57m gross. Freutmi. Falls das die Selbsthilfegruppe der eher kleinen Menschen ist, ruft jetzt bitte alle im Chor «Hallo Bettina!». So. Ich bin aber imfall ganz fest zufrieden mit meiner Grösse (oder Kleine?). Aber an einem Festival ist es einfach nur scheisse, so klein zu sein. Aus folgenden Gründen:

So sehen kleine Menschen Konzerte. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: So sehen kleine Menschen Konzerte. SRF

1. Ein Konzert hören? Ja. Ein Konzert sehen? Nein.

Es ist egal, wie gut ich mich platziere. Weisch, so vorne am Rand, dass ich biz auf die Bühne spienzeln kann. Ich kleverer Fux, denke ich dann. Falsch gedacht. Irgendein grosser Lulatsch schiebt sich hunderttausend prozentig vor mich. Päff, schwarze Wand vor mir. Das wars. Da kannst du jucken und zechelen. Vergiss es einfach. Aber denk daran: Ein Klang sagt mehr als tausend Worte.

2. Die Bar ist dein natürlicher Feind

Wenn du den Tresen der Bar mit der Nasenspitze berühren kannst, schon mal herzlichen Glückwunsch. Dann gehts aber weiter: Mehr als die Hälfte der Menschen an einem Openair wollen hektoliterweise Bier trinken. Ergo: Stau an der Bar. Da kannst du dir als Schlumpfine die Beine noch so in den Bauch stehen, es kommt immer ein grösserer Ansteher hinter dir, welcher über dich bestellt. (Liebe Leidensgenossinnen: Flachmänner sind die Lösung!)

ss Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: An der Bar bestellen? Vergiss es. SRF

3. «Häsch mer na din Uswiis?»

Ich. Werde. Nächstes. Jahr. 30. Jahre. Alt. DREISSIG!

4. Die Nase ist auf einer problematischen Höhe

Folgendes Szenario: Konzert. Sonnenschein. Beste Stimmung ever. Der Sänger schreit «Alle Hände in die Höhe». BITTE NICHT! Die Masse schmeisst wie von der Tarantel gestochen ihre Pfoten über die Köpfe. Meine Nase ist da, wo die Achselhaare anderer Menschen sind.

5. Wenn du deine Freunde in der Menge verlierst ...

... dann sind sie weg. Verschwunden. Adiö. Und da du keinen Giraffenhals hast und über das Publikum drübergaffen kannst, such dir besser neue Kumpanen. Oder erkennst du deine Buddys an den Ellenbogen? Eben.

6. Dich triffts immer

Viele Leute und viel Bier bedeuten grosse Besoffenheit. Fakt. Und Betrunkene verschütten ihr Bier. Fakt. Ich bin im Durchschnitt ein paar wenige Zentimeter unter den gefüllten Bierbechern und wenn diese kippen, werde ich nass. Fakt.

ss Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Kleine sind auch zum Abstützen da. Logo. SRF

7. Grosse Menschen tragen kleine Menschen weg

Warum? Ich verstehe es nicht. Aber irgendwie scheinen Grosse den Drang zu haben, die etwas kleineren Geschöpfe schlicht und einfach aus ihrem Weg lüpfen zu wollen. Chume nöd drus.

So. Genug gepfuttert. Weil als Kleine hast du auch so viele Vorteile (zum Beispiel ist es schüli einfach, sich durch die Menge zu quetschen). Und wenn du das nächste Mal an einem Konzert nix siehst, dann denk an folgenden Satz, den meine Mamma immer zu mir sagte: «Du siehst nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar!» (Naja. Stimmt nicht, sie hat mir das nie gesagt, aber es passt so wunderprächtig an das Ende dieses Artikels.)