Openair Frauenfeld: «Make some motherf*cking noise!»

Schmeiss schon mal eine (!) Hand in die Luft, lockere dein Genick und übe Ausrufe wie: «Skrr», «Brrr» oder ein stark aus dem Hals gepresstes «Ah». Am Openair Frauenfeld herrschen definitiv andere Töne. Wir haben unsere Sneakers bereits montiert und swagen in Richtung Frauenfeld. Dank diesen Gründen.

Die Front-Row am Openair Frauenfeld Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Openair Frauenfeld: Make some motherf*cking noise. SRF Virus

1. Die Regeln sind einfach

Hast du Sneakers? Bring sie mit: Am Openair Frauenfeld sind Gummistiefel in etwa so fremd, wie Stripper an einer Tupperware-Party. Sie kommen, um zu sterben.

Ausmisten dank einmisten, sozusagen.

Das Einmisten gilt übrigens auch für deinen Körper. Hier kannst du dich zumüllen, womit du willst. Allen voran mit Fast Food. (Unzensiert: Allen voran mit Spasszigaretten.)

2. Dein Auge isst mit

Pass bloss auf, dass dir kein Pommes im Hals stecken bleibt: An diesem Festival gibt es schöne Menschen wie Sand am Meer.

Auch wenn es einige mit ihrem Aussehen übertreiben und mehr an der «Pumpstation» als vor dem Bühnenrand kleben, oder ihr Gesicht strikt mit Schminke einbetonieren, zu glotzen gibt es sicherlich immer etwas.

3. Du darfst auch mal muff

Wie an jedem Festival gibt es auch hier die «Mir-scheint-die-Sonne-ausm-A*»-Grinsekatzen, die jedoch nie übervertreten sind. (Ausser die Spasszigarette kommt zum Zug.)

Am Openair Frauenfeld darfst du nämlich auch mal stinkmuff und badass sein, wenn dir danach ist. Auch als Frau. Natürlich immer in einem angemessenen Rahmen.

Ausser du heisst Travis Scott und dir wird gerade einen Schuh geklaut.

4. Hier gibt es die besten Senioren

Auch wenn am Openair Frauenfeld der hartnäckige Ruf als «Kinder-Festival» haftet – an der Bar trifst du vorwiegend auf über 70-jährige Menschen.

Na gut. Sie schmeissen die Bar ja auch.

Das Game kennen sie aber trotzdem ein bisschen: «Ist Stress ein Hip-Hopper? Das ist einer? Gut, dann kenne ich genau den.»

Am Openair Frauenfeld schmeissen Senioren die Bar. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Am Openair Frauenfeld schmeissen Senioren die Bar. SRF Virus

5. Die Sprache

Eigentlich sagt der Artikeltitel schon alles über die Sprach(un?)gepflogenheit an diesem Festival aus: Neben altbekannten Kraftausdrücken und Anglizismen lernst du hier aber auch immer neue Wörter kennen, von denen du noch nie gehört hast.

Zum Beispiel: «Bumboclaat» - ein jamaikanischer Ausruf der Überraschung. Wortwörtlich übersetzt hiesse es Arschlappen.

Die einen bauen es in ihren Wortschatz ein, die anderen amüsieren sich einfach köstlich. Ein grosser Hip-Hop-Duden – gratis zum Mitnehmen.

Der grosse Hip-Hop-Duden Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der grosse Hip-Hop-Duden: Weisst du, was diese Begriffe bedeuten? SRF Virus

6. Der Sound

Natürlich geht es an diesem Festival - anders wie am Openair St.Gallen - auch stark um die Musik: Hier werden Jungspunde und alte Hasen geladen, weshalb jeder Hip-Hop-Typ voll auf seine Kosten kommt.

Du willst auch Live-Musik?

Kein Ding: Auf srfvirus.ch streamen wir dir ausgewählte Konzerte direkt in dein Wohnzimmer. Unter anderem vom Bass-Oberhaupt Marteria oder dem realsten Urgestein Nas. Einschalten, mitbouncen.

Die Video-Livestream-Konzerte vom Donnerstag, 6. Juli

13.30 Uhr
Kontra K
14.40 UhrNimo
15.50 Uhr
187 Strassenbande
17.25 Uhr
Desiigner
20.35 Uhr
Travis $cott
21.55 Uhr
Rae Sremmurd
00.45 Uhr
Marteria

Die Video-Livestream-Konzerte vom Freitag, 7. Juli

13.30 Uhr
257ers
14.40 Uhr
Olexesh
17.00 Uhr
Bonez MC & Raf Camora
19.30 Uhr
Pusha T
20.40 Uhr
NAS
00.50 Uhr
Fler

Die Video-Livestream-Konzerte vom Samstag, 8. Juli

13.30 Uhr
KMN Gang
14.40 Uhr
Mimiks
15.50 UhrTalib Kweli & Soul Rebels
18.15 UhrGucci Mane
19.30 Uhr
Machine Gun Kelly
20.45 Uhr
G-Eazy
23.25 Uhr
Cro

Make some motherf*cking noise.