Ab Freitag im Stream: Der Indie-Thriller «The Invitation»

Eine Party unter Freunden in einem schönen Haus in den Hollywood Hills? Tönt nach einem guten Plan! «The Invitation» ist jedoch alles andere als eine Partykomödie. Unser Film der Woche ist ein packender Thriller, der dich bis zur letzten Sekunde fesselt. Ab Freitag auf Netflix im Stream.

The Invitation Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Mit von der Partie, allerdings ohne Khaleesi: Michiel Huisman a.k.a. Daario Naharis. Official

Will und Kira sind unterwegs an eine Dinnerparty. Viele Kollegen werden dort sein, vor allem solche, die man schon lange nicht mehr gesehen hat. Doch anstatt Vorfreude herrscht beim Paar Nüchternheit, ja fast schon eine äusserst unangenehme Anspannung.

Schnell wird klar, dass ein Ereignis in Wills Vergangenheit Grund für diese Unruhe ist. Dazu kommt, dass seine Ex-Frau Eden die Gastgeberin des Abendessens ist. Will hat Eden seit zwei Jahren nicht mehr gesehen, nichts von ihr gehört und auch nichts von ihr gelesen. Und jetzt diese ominöse Einladung zu einer Dinnerparty. Will hat ein ungutes Gefühl. Einerseits wegen des bevorstehenden Wiedersehens, andererseits wegen der unverarbeiteten Geschichte...

Ein dichter Thriller

Die neue Regiearbeit von Karyn Kusama ist eine kleine Independent-Produktion, die es in sich hat. Die Geschichte der Dinnerparty spielt mehrheitlich an einer Location: in einem Haus in den Hollywood Hills. Dieser Ein-Ort-Schauplatz macht aus «The Invitation» einen überaus dichten Thriller.

Im Zentrum stehen die Figuren und deren Vergangenheit. Der Film lässt die Hintergründe dazu aber sehr lange im Dunkeln. Wie die Figuren zueinander stehen, was genau passiert ist, gerät alles erst nach und nach an die Oberfläche.

«The Invitation» spielt mit uns Zuschauern. Von Beginn weg ist klar, «hier stimmt etwas nicht» und vor allem «das nimmt kein gutes Ende». Mit beidem soll man Recht behalten. Aber bis dorthin ist es ein nervenzerreissender Weg. Der Film spannt den Spannungsbogen nämlich enorm fest - im positiven Sinn.

100 Minuten Hochspannung bis zum Schluss

Karyn Kusamas «The Invitation» macht aus ganz wenig sehr viel. Über 100 Minuten lang ist der Film durchwegs hochspannend um dann am Schluss noch einmal richtig Gas zu geben. Wer auf Thriller mit ein bisschen Hang zum Genre steht, der wird hier vollends bedient.

«The Invitation» ist eine amerikanischen Indie-Perle, an welche man am besten mit so wenig Vorwissen wie möglich herangeht und sich einfach überraschen lässt. Der Film belohnt einem bis zur letzten Szene. Das verdient 3.5 von 5 Punkten.

Den Film gibt es ab 8. Juli auf Netflix zum Streamen!