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Die Serien der Zukunft Facebook produziert jetzt auch eigene TV-Serien

Netflix und Prime Video bekommen Zuwachs: Noch bevor mächtige Konzerne wie Disney und Apple in die Welt der Video-Streamingdienste einsteigen, wagt Facebook den Schritt in die Welt der Eigenproduktionen. Doch warum findet man die ausgezeichneten Serie «Sorry For Your Loss» nur über Umwege?

Die Zeichen sind eindeutig: Wer in der Tech-Welt etwas zu sagen hat und seine Nutzer noch enger an die eigene Marke binden möchte, braucht früher oder später eine eigene Plattform für Videostreaming inklusive Eigenproduktionen.

So verschickt Apple seit einiger Zeit jede Woche neue Medienmitteilungen, Link öffnet in einem neuen Fenster mit potenziellen Serien, die in naher Zukunft ihr Zuhause auf dem noch nicht existierenden hauseigenen Streamingdienst finden werden. Unter anderem mit dabei: Eine Serie mit Reese Witherspoon, Steve Carell und Jennifer Aniston in den Hauptrollen, Link öffnet in einem neuen Fenster.

Und auch Disney wird demnächst mit einer eigenen Streamingplattform an den Start gehen. Das Kronjuwel dort: eine neue «Star Wars»-Serie, Link öffnet in einem neuen Fenster.

Facebook Watch
Legende: Nur Geduld! Über «Sorry For Your Loss» reden wir weiter unten im Artikel. Facebook Watch

Zusätzlich zeigen die wenigen Fallbeispiele: Nur wer mit der grossen Kelle anrührt, wird wahrgenommen. Vor sechs Jahren liess sich Netflix die erste Staffel von «House of Cards» 100 Millionen US-Dollar kosten – und ist mittlerweile kaum mehr aus unserem Alltag wegzudenken.

Dagegen wartet Amazon mit seiner «Prime Video»-Streamingplattform noch immer auf den grossen Durchbruch. Dank einer Neuausrichtung könnte der allerdings ziemlich bald Wirklichkeit werden. «Bringt mir das neue Game of Thrones, Link öffnet in einem neuen Fenster», forderte Amazon-Boss Jeff Bezos vor kurzem von seinen Prime-Mitarbeitern. Und wenn der Chef befiehlt, dann kauft man sich halt für 250 Millionen US-Dollar die Rechte an einer «Herr der Ringe»-TV-Serie, Link öffnet in einem neuen Fenster.

Und was macht Facebook?

Das mit der Plattform für Videostreaming, das hat Facebook ziemlich gut im Griff. Das Problem: Die Videos, die dort hochgeladen werden – seien es tanzende Pikachus oder Behind-the-Scenes-Dokumentationen von Influencern und Rollstuhlfahren – stammten bisher von Drittpersonen. Das soll sich ab sofort ändern.

«Facebook Watch» heisst das neue Label für Facebook-Eigenproduktionen. Und die erste «Watch»-Serie ist sogar schon online: «Sorry For Your Loss, Link öffnet in einem neuen Fenster»

Wirkliche Priorität scheint «Facebook Watch» für Facebook allerdings nicht zu geniessen. Oder wie ist es sonst zu erklären, warum ausgerechnet jener Dienst, der sonst keinen Versuch, Link öffnet in einem neuen Fenster auslässt, Daten über seine Nutzer zu sammeln und diese dann zu verwenden, fast keine Versuche unternimmt, seine Eigenproduktion seinen Nutzern unterzujubeln.

Wer nicht aktiv nach «Sorry For Your Loss» sucht, dürfte von der Existenz dieser Serie nichts mitbekommen haben. Und selbst wenn man der Serie nach dem Start ein «Like» gab, wurde man nicht über neue Episoden benachrichtigt.

Dabei wäre «Sorry For Your Loss» eigentlich ziemlich sehenswert – und verfügt über eine Besetzung, für die man sich alles andere als schämen muss.

Elizabeth Olsen, bekannt u. a. als «Scarlet Witch» aus dem «Marvel»-Superhelden-Universum, spielt in «Sorry For Your Loss» die Rolle von Leigh Shaw, eine junge Ehefrau, die den überraschenden Tod ihres Ehemanns überwinden muss. Janet McTeer – immerhin bereits zweimal für einen Oscar nominiert – und «Star Wars»-Schauspielerin Kelly Marie Tran runden den Cast ab.

«Sorry For Your Loss» schauen

Alle 10 Folgen von «Sorry For Your Loss» gibt es direkt auf Facebook, Link öffnet in einem neuen Fenster. Ob die Serie fortgesetzt wird, ist zurzeit noch nicht bekannt.

«Sorry For Your Loss» ist eine detailgetreue Aufarbeitung eines Todesfalls und zeigt minutiös, was mit den Überbliebenen passiert, wenn ein Mensch plötzlich und ohne Vorwarnung aus dem Leben scheidet. Warum sich Facebook für den Start von «Facebook Watch» allerdings ausgerechnet eine Serie ausgesucht hat, die sich weder von der Machart noch von der Thematik her dazu eignet «schnell» und «gschwind» unterwegs via Smartphone konsumiert zu werden, ist genauso rätselhaft wie die Gesamtstrategie dieses neuen Dienstes.

PS: Die nächste «Facebook Watch»-Eigenproduktion steht übrigens bereits in den Startlöchern: Am 21. November startet «Queen America, Link öffnet in einem neuen Fenster» mit Catherine Zeta-Jones in der Hauptrolle.

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