Best of 2015: Die 15 besten Musikvideos des Jahres

Das Musikfernsehen ist tot, lang lebe das Musikvideo - im Internet! Egal ob Mainstream oder nicht-so-Mainstream, grossartige Clips gab es auch dieses Jahr wieder in Hülle und Fülle. Das sind die 15 besten Musikvideos 2015:

Drake am Tanzen Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: ♪♫♪ You used to call me on my cell phone... ♪♫♪ Cash Money

15. Charles Bradley «Changes»

Weil Gesichter mehr als tausend Worte sagen. [Regie: Eric Feigenbaum]

14. Adele «Hello»

Das meistgeklickteste Musikvideo 2015 (zu diesem Zeitpunkt: 647 Millionen Klicks!! Oh, halt, jetzt sind's schon 648.) ist gleichzeitig auch einer der ästhetischsten Clips des Jahres. Die wichtigste Frage des Videos bleibt jedoch unbeantwortet: Warum zum Teufel hat Adele ein Klapphandy? [Regie: Xavier Dolan]

13. Ducktails «Surreal Exposure»

Real Estate-Gitarrist Matthew Mondanile macht sich als Vogelbeobachter auf die Suche nach dem seltesten aller Vögel: Mac DeMarco. [Regie: Richard Law]

12. Neon Indian «Slumlord Rising»

Da hatte offensichtlich jemand grossen Gefallen am Film «Drive»: Denn bei Neon Indian ist nicht nur die Musik von den 80er-Jahren inspiriert, sondern auch seine Videos. [Regie: Tim Nackashi & Alan Palomo]

11. NAO «Bad Blood»

Musikvideos können so einiges: Unter anderem auch mittelmässige Songs augenblicklich 10 Mal besser machen. Siehe: «Bad Blood» der englischen Sängerin NAO. [Regie: Ian Pons Jewell]

10. Tame Impala «The Less I Know The Better»

Ein Basketballspieler steht vor einem Problem: Seine Freundin, eine Cheerleaderin, träumt von einer Affäre mit einem Gorilla. Ähh, wie bitte? «The Less I Know the Better», oder: ein Einblick in die weirde Welt des Regie-Kollektivs «Canada» aus Barcelona und London. (Mehr Häppchen aus der Welt von Canada gibt's hier.) [Regie: CANADA]

9. Rihanna «Bitch Better Have My Money»

Mads Mikkelsen! Eric Roberts! Eine halbnackte Rihanna! Der verrückteste Clip des Jahres. [Regie: Rihanna & Megaforce]

8. Egopusher «Purple Pit»

Das Video zum Song des Electronica-Duos aus Zürich ist ein mehr als würdiger Nachfolger zu «Imitation of Life» von R.E.M.. Und, hey: wie viele andere Videos haben schon eine Rolle, die als «Füdligrübler» credited ist? [Regie: Tobias Bühler]

7. Donnie Trumpet & the Social Experiment «Sunday Candy»

Ein Hoch auf One-Shot-Videos ohne Schnitt! «Sunday Candy», der schönste «Long Take» des Jahres. [Regie: Austin Vesely, Ian Eastwood & Chance The Rapper]

6. M.I.A. «Borders»

Musikvideos dürfen gerne auch mehr als einfach «nur» eine beliebige Abfolge von ästhetischen Bildern sein: M.I.A., die seit Jahren immer wieder durch ihre Musikvideos auffällt, nimmt sich im Clip zur neusten Single ihres bald erscheinenden Albums «Matahdatah» der Flüchtlingskrise an. [Regie: M.I.A.]

5. David Bowie «Blackstar»

Garantiert besser als «Dancing in the Street»: Knapp zwei Monate vor seinem 68. Geburtstag droppt der Altmeister mal easy ein total verqueres, 10-minütiges Video-Meisterwerk. (Ja, über den Song können wir uns streiten.) [Regie: Johan Renck]

4. Autre Ne Veut «World War Pt. 2»

Zugegeben, ich habe absolut keine Ahnung, was in diesem Video genau passiert. Ich weiss nur eines: Ich werde nie wieder einschlafen können. [Regie: Allie Avital]

3. FKA twigs «Pendulum»

Hätten wir diese Liste vorletztes und letztes Jahr gemacht, dann hätten die beiden FKA twigs-Clips zu «Two Weeks» und «Water Me» garantiert ein Wörtchen mitreden können. «twigs» hält die Serie am Leben - und doppelt mit dem grossartigen Shibari-Clip zu «Pendulum» (oben) und dem super-absurden «M3LL155X» mehr als eindrücklich nach. [Regie: FKA twigs]

2. Drake «Hotline Bling»

Drake ist nicht nur der König des kommerziellen Hip Hops, neuerdings regiert er auch über die Tanzfläche. Das (völlig zurecht) meist-ver-meme-teste Video des Jahres zeigt, dass virale Aktionen durchaus auch planbar sind. [Regie: Director X a.k.a. Julien Christian Lutz]

1. Kendrick Lamar «Alright»

Im Idealfall sollte ein Musikvideo eine würdige Repräsentation der musikalischen Kunst des jeweiligen Künstlers sein. Das beste Musikvideo des Jahres, «Alright» von Kendrick Lamar, erfüllt diese Vorgabe zu 100 Prozent: classy, ästhetisch, Zeitgeist treffend, nicht scheu vor Experimenten. Grossartig, eben. [Regie: Colin Tilley]

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