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Songs & Alben Sextape mit Stil: Penthouse Penthouse

Körperflüssigkeitstriefende Synthies, beckenstössige Kicks, nass klatschende Snares. Penthouse Penthouse, das kitsch- und klasselastige Produzentenduo aus L.A., veröffentlicht zusammen mit Bobby Saint, Kissenflüsterer Nr. 1, die EP - respektive DAS Sextape - des Frühsommers.

Penthouse Penthouse & Bobby Saint
Legende: Penthouse (links), Penthouse (rechts) und Bobby Saint (mitte) Overload. Too. Much. Sex. Official

Penthouse Penthouse, Link öffnet in einem neuen Fenster aus L.A. haben eine neue EP am Start. Um die Musik darauf zu umschreiben, überlassen wir dem Produzentenduo das Wort:

«Oberflächlich handelt «Upload» von einem Sextape. Aber in Wirklichkeit geht es um sexuelle Freiheit ohne vorgefasste Meinungen. Ganz ehrlich: es ist kinky – aber mit Klasse.

Die ganze EP ist sehr sexuell. Aber es geht nicht darum, jemanden zu einem Objekt zu machen - so wie viele Radiomusik das tut. Es geht viel mehr um gegenseitige Anziehung. Darum, keine Barrieren zu haben. Um die pure Freiheit eben. Sein wie man ist und geniessen, was man tut.»

Errm, jap. Besser kannn man die Musik, die Penthouse Penthouse, Link öffnet in einem neuen Fenster auf ihrer brandneuen EP zusammen mit R'n'B-Schnulzer Bobby Saint, Link öffnet in einem neuen Fenster aus Barbados präsentieren, nicht beschreiben. Die drei schaffen es tatsächlich, den Grat zwischen Sexkitsch und Klasse zu finden und auszureiten. Man schämt sich keineswegs für die Songs.

Wenn jetzt also jemand reinlaufen würde, währenddem man gerade «69‘ Camaro» oder das Titelstück in voller, geräuschkaschierender Lautstärke pumpt, muss man nicht panisch den «Off»-Button suchen. Die Produktionen sind fein fein fein und der Gesang von Bobby Saint von einer Qualität, die dich den bisweil explizit beschreibenden Text nicht vergessen, aber akzeptieren lassen.

Grundsätzlich ist für mich Kitsch nur mit entsprechendem Kontrast zu geniessen. So geht mir der Sonnenuntergang an der Atlantikküste nur mit einem Mundwinkel-verziehenden Schluck Gin richtig runter. Kontrast hat es auf der «Upload» EP mehr als genug.

Frei gegeben zum Schuldgefühl-freien Konsum ab 18.