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Songs & Alben Wenn man ein Jahr auf ein Album wartet: A.Chal

A.Chal ballerte sich 2015 mit einem einzigen Song in meine Best-of-15 Liste. «Round Whippin» hat mich damals so weggevibet, dass ich kaum einen Künstler (ausser vielleicht Allan Rayman) mehr an meine Freunde verticken wollte als ihn. Aber: War halt nur EIN Song. Und jetzt: ALBUM DA. Angst auch.

ein bild eines hockenden peruanischen musikers in L.A.
Legende: A.Chal der enigmatische All zu viel weiss man nicht über ihn, grossartig Videoclips und Promo macht er auch nicht - too cool. Noch ganz nice so, find ich. official

Als ich vor 2 Jahren meinem guten Freund Flavio schrieb, ob er denn ein, zwei Tipps für mich hätte (er ist mein deklarierter «Musikguru-Blog-Redaktor»), war ich wirklich nicht gefasst, auf das, was mit mir passieren würde wenn ich «Round Whippin» von A.Chal, Link öffnet in einem neuen Fenster anhören würde. DAMN, der Drop, der Mood. Trap-Soul würde man das nennen, wenn man denn müsste. Also viel Vibe aus Trap und Hip-Hop. Dazu wird souligstens gesungen, ohne übertriebenen Auto-Tune-Einsatz. Wieviel hinter dem Künstler steckte, wusste ich nicht. Der ist wohl peruanischen Ursprungs, irgendwie aus L.A. – reicht mir aber auch.

«Round Whippin» gefiel mir so gut, dass ich A.Chal in die «Best of 2015» Liste nehmen MUSSTE, auch wenn der Herr das ganze Jahr über nur 2-3 Songs raushaute.

UND NUN ENDLICH IST ES DA

Ein volles Album des Herren .Chal. «Welcome to Gazi», Link öffnet in einem neuen Fenster heisst es, und ich lasse es mir nicht nehmen, das Ding ein wenig auseinander zu pflücken:

Beim Anhören fällt auf: Die Leadsingles «Round Whippin», «Vibe w U» und «Gazi» geben den Restton des Albums nahtlos an. Fast jeder Song hat ein dunkles, trippiges Intro mit Gesangsfetzen – worauf der unweigerliche Drop in soulig/trappige Beats folgt. Auch textlich ist es nahe bei Trap - nasty! Würde man Travis Scott, Link öffnet in einem neuen Fenster oder Future, Link öffnet in einem neuen Fenster auf die Beats lassen, wäre es jedem klar.

Mich stört das keinesfalls – das Album ist 10 Songs kurz, und die «fehlende» musikalische Diversität (und COME ON, nicht jedes Album muss 10000 Sparten abdecken, please) bemerkt man kaum. Denn es macht Spass, sich auf 45-Minuten-Länge in diesen Vibe von A.Chal zu begeben. Und das ist es eben auch – Vibe-Musik. Such hier keinen grossen textlichen Inhalt, such hier keine gesprengten Grenzen, und such hier nichts ausser dem verlässlichen Gefühl, dass du dich in eine hazeige Wolke der leicht weggetretenen Gelassenheit sinken lassen kannst. Das tue ich - mit grossem Gefallen daran.

Die Hits des Album sind die Singles («Round Whippin», «Vibe w U» und «Gazi») – das ist ein wenig schade, denn viel geiler als die werden die Songs nicht auf dem Album. Das Niveau der restlichen 7 Songs ist aber sehr nahe an meinem Liebling «Round Whippin». Angenehm aus der Reihe tanzt «Beverly Kills», der bis Minute zwei von wenig getragen wird, ausser einem bluesigen Gitarrenriff. Aber keine Angst, auch hier kommt der Drop noch.

Enttäuschung wurde weggesmackt! Gönn dir «Welcome to Gazi» - Zum Nichtstun, zum relaxten Feiern, für die harten Boys mit dem weichen Herz, zum Riden und im Allgemeinen: Passend zu jeglichem Hedonismus.

1 Kommentar

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