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Schweizer Sagen Sagen aus dem Appenzell Innerrhoden von Roland Inauen

Roland Inauen liebt seine Heimat – den Kanton Appenzell Innerrhoden. Er hat ihn nur einmal verlassen, um in Basel Volkskunde und Germanistik zu studieren. Dabei ist er mit der Sagenforschung in Kontakt gekommen. Dass es aus dem Appenzellerland keine Sagen gibt, liess dem Sagenerzähler keine Ruhe.

Legende: Audio Roland Inauen und seine Sagenwelt abspielen. Laufzeit 04:18 Minuten.
04:18 min, aus Schweizer Sagen vom 03.10.2018.

Das Appenzellerland ist sehr reich an Traditionen und Brauchtum. Aber Sagen gäbe es keine, hiess es in Roland Inauens Studium. Appenzell sei die klassische Gegend vom Witz. Vermutlich hat sich nie ein grosser Sagensammler oder eine Sammlerin auf den Weg gemacht – anders als im Wallis, Bünderland oder Uri.

Das liess dem Innerrhoder keine Ruhe. Roland Inauen las sich in alte Chroniken und stiess dabei auf den Innerhoder Klemens Geiger. Der Kapuziner beschreibt jede Bergkette und jedes Tal, das er durchquert hat. Dabei sah er mehr als nur die physische Welt. Er sah Dinge, die man heute nicht mehr sieht. Genau das faszinierte Roland Inauen und aus diesem Material entstanden seine Sagen.

Roland Inauen im Ratsherrensaal in Appenzell.
Legende: Roland Inauen ist Leiter des Museums Appenzell und Vize Landammann des Kantons Appenzell. SRF

Die Wirtsstube als Familienstube

Roland Inauen ist in einem Wirtshaus aufgewachsen. Die Wirtsstube war gleichzeitig auch die Familienstube. Als Kind hat er dort gegessen und die Hausaufgaben gemacht. Und natürlich auch die Ohren gespitzt, wenn die Stammgäste am anderen Tisch Geschichten und ihre Abenteuer erzählten.

«Als Goofe hat man grosse Ohren und bekommt viel mit – auch Dinge, die man nicht unbedingt hätte hören sollen», so der Sagenerzähler. Das alles hatte Einfluss auf Roland Inauen. Er war schon immer interessiert an Erzählungen.

Roland Inauen erzählt Sagen aus dem Appenzell Innerrhoden