«Die alten Menschen sterben auch auf der Intensivstation»

Hochbetagte Menschen, die am Coronavirus erkrankt sind, haben nur geringe Chancen, die Krankheit zu überstehen. Im Pflegeheim, wo die Personen palliativ begleitet werden, seien sie besser aufgehoben als im Spital, sagt Roland Kunz, Chefarzt Akut-Geriatrie am Stadtspital Waid in Zürich.

Zu sehen ist ein Krankenpfleger in einem Altersheim, der einer liegenden alten Dame einen Verband am Bauch macht.
Bildlegende: Alte Menschen fühlten sich im Altersheim wohler als auf der Intensivstation, sagt Kunz. Keystone / Symbolbild

Pflegeheim statt Spital - wie begründet er diesen Vorschlag?

Die weiteren Themen:

  • Wegen der Corona-Krise herrscht in Indien eine Ausgangssperre, die von der 1,3 Milliarden-Bevölkerung eigentlich erstaunlich gut befolgt wird. Aber die Wanderarbeiter können nur schlecht zuhause bleiben. Sie arbeiten nur in den grossen Städten, leben aber fernab in ländlichen Gebieten. Nun haben sie keine Arbeit mehr. Weil aber keine Züge mehr fahren, machen sich viele zu Fuss auf den Heimweg.
  • Nach Italien ist Spanien das Land in Europa mit den meisten Corona-Fällen. Die Regierung in Madrid verschärft deshalb ab sofort das Ausgangsverbot. Nur noch in Unternehmen, die als lebenswichtig gelten, dürfen die Menschen weiterarbeiten. Diese Regelung gilt für zwei Wochen.
  • Die aktuelle Corona-Krise trifft auch die Schweizer Filmbranche hart. Sämtliche Film-Produktionen sind unterbrochen, Kinos geschlossen und Festivals mussten kurzfristig neu organisieren. Im Moment befragen die Branchen-Verbände ihre Mitglieder über das Ausmass der Krise.

Autor/in: Silvan Zemp, Moderation: Claudia Weber, Redaktion: Joël Hafner