"Ich werde nicht für Trump stimmen"

Der Name «John Bolton» ist in diesen Tagen in aller Munde. Der ehemalige Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump veröffentlicht morgen sein Buch mit Enthüllungen aus dem «Oval Office» - dem Machtzentrum im Weissen Haus.

John Bolton, der ehemalige Sicherheitsberater von Trump, sitzt auf einem Podium in einem Sessel und spricht zum Publikum.
Bildlegende: Der ehemalige Sicherheitsberater von Trump, John Bolton, gibt ein Interview zu seinem Buch. Keystone

In dem Buch schreibt Bolton etwa, Trump stelle seine Wiederwahl über alles. Er sei wirr, erstaunlich uninformiert und nicht fähig, sein Amt als Präsident auszuüben. Deshalb werde er im November nicht für seinen ehemaligen Chef stimmen, sagte Bolton in der Nacht auf heute gegenüber dem US-amerikanischen Fernsehsender ABC.

Die weiteren Themen:

  • In Deutschland macht seit Ende letzter Woche ein grosser Fleisch-Verarbeitungs-Betrieb Schlagzeilen. Grund dafür ist das Coronavirus. Unterdessen sind von den knapp 7'000 Beschäftigten der Tönnies-Fleischfabrik in Nordrhein-Westfalen über 1'300 positiv getestet. Die Fabrik wurde am Freitag für 14 Tage dichtgemacht, alle Mitarbeitenden sind in Quarantäne. Zudem schloss die Landesregierung Schulen und Kitas in der Region. Ministerpräsident Armin Laschet schloss gestern weiter gehende Massnahmen, etwa einen regionalen Lockdown, nicht aus, will damit aber noch zuwarten.
  • Mehr als 20 vorläufige Festnahmen, über ein Dutzend verletzte Polizistinnen und Polizisten, eine verwüstete Innenstadt: Das ist die Bilanz nach Strassenschlachten zwischen dutzenden gewalttätigen Kleingruppen und der Polizei im Südwesten Deutschlands dieses Wochenende in Stuttgart. Videos von der Krawall-Nacht, die online kursieren, zeigen Angriffe auf Polizeibeamte, Streifenwägen und Geschäfte.
  • Eine junge Ägypterin zeigt sich mit Regenbogenfahne, outet sich damit als lesbisch. Sie wird verhaftet, im Gefängnis misshandelt und missbraucht, nach ihrer Entlassung gesellschaftlich ausgegrenzt. Sie flüchtet nach Kanada, wo sie sich das Leben nimmt. Sie wird nur 30 Jahre alt. Die Geschichte von Sarah Hegazi ist tragisch und sinnbildlich für den Umgang von Ägypten und dem Nahen Osten mit Homosexualität und sexueller Andersartigkeit.

Moderation: Hans Ineichen, Redaktion: Manuel Ramirez