«Verfassungsschutz hat mehrfach rechtsextreme Gefahren betont»

Zwei Tote - zwei Verletzte. Ein mutmasslicher Rechtsextremist hat in Halle ein Attentat verübt. Der Mann wollte schwerbewaffnet in einen Synagoge eindringen - an Jom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag. Der Verfassungsschutz hat dieses Jahr bereits mehrfach vor Rechtsextremismus gewarnt. 

Eine Kerze steht vor der Synagoge in Halle. Am Vortag hatte hier ein schwerbewaffneter Täter versucht, in die Synagoge einzudringen und dort unter Dutzenden Gläubigen ein Blutbad anzurichten.
Bildlegende: Eine Kerze steht vor der Synagoge in Halle. Am Vortag hatte hier ein schwerbewaffneter Täter versucht, in die Synagoge einzudringen und dort unter Dutzenden Gläubigen ein Blutbad anzurichten. Keystone

SRF Deutschland-Korrespondent Peter Vögeli sagt, der Verfassungsschutzpräsident habe mehrfach betont, dass man der Gefahr des Rechtsextremismus mehr Beachtung schenken müsse - gerade nach dem Fall Lübke oder der NSU.

Das Attentat macht auch die jüdische Gemeinde in der Schweiz tief betroffen, wie der Präsident des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebundes Herbert Winter im Gespräch sagt.

Die weiteren Themen

  • Die bekannte Flugshow des Schweizer Militärs auf der Axalp, die heute hätte stattfinden sollen, musste kurzfristig abgesagt werden. Das hat das VBS gestern Abend bekannt gegeben. Grund sei ein Problem bei FA-18-Jets. Das Bundesamt für Rüstung Armasuisse erklärt, wo das Problem liegt.
  • Die Schweiz tue zu wenig, um Opfer von Menschenhandel zu erkennen und zu schützen. Das zeigt ein Bericht des Europarates. Vor allem bei Asylbewerbern seien die Schweizer Massnahmen mangelhaft. Die Strafverfolgungsbehörden müssten besser zusammenarbeiten und es brauche einen besseren Schutz gegen Ausschaffungen, so der Bericht. Das Gespräch mit mit Eva Andonie von der Fachstelle Frauenhandel und Frauenmigration FIZ.
  • Infusionen oder Katheter - sie können Leben retten, aber sie können auch zur Gefahr werden. Denn wenn im Spital Schläuche benutzt werden, steigt das Ansteckungsrisiko. Auf den eigentlich sauberen und sterilen Schläuchen siedeln sich Bakterien an. Wie das passiert, weiss man bis heute nicht genau. Forscher der Empa St. Gallen wollen nun das Problem lösen.

Autor/in: Silvan Zemp, Moderation: Salvador Atasoy, Redaktion: Samuel Wyss