Verteilung der Flüchtlinge: «Die EU hat sehr viel Zeit verloren»

Seit Tagen stehen Migranten und Flüchtlinge zu Tausenden an der griechisch-türkischen Grenze. Sie harren in der Kälte aus - ohne Schutz. Die EU hat sich hinter Griechenland gestellt und Hilfe versprochen.

Flüchtlinge in der Nähe des Grenzflusses Edirne in der Türkei.
Bildlegende: Flüchtlinge in der Nähe des Grenzflusses Edirne in der Türkei. Keystone

Doch für manche Beobachter ist das zu wenig - sie sagen, die Migrationspolitik der EU sei gescheitert. Darüber sprechen wir in der heutigen Ausgabe des 4x4-Podcast mit Jochen Oltmer, er forscht an der Universität Osnabrück zum Thema Migration.

Die weiteren Themen:

  • Immer mal wieder gibt die brutale Gewalt, der viele Frauen dort ausgesetzt sind, zu reden. Alleine letztes Jahr wurden in der Türkei 474 Frauen von ihren Partnern ermordet. Schuld daran seien auch die Gerichte - sagen Kritiker. Mit einer neuen Aktionsform wollen türkische Aktivistinnen das ändern.
  • In Teilen der Antarktis ist es schon seit Wochen warm. Teilweise bis zu 20 Grad - das ist überdurchschnittlich. Vor drei Wochen wurde die 20-Grad-Marke sogar überschritten. Zum ersten Mal überhaupt. Die Wärme führt zu vermehrtem Abschmelzen von Eis. Und das hat Folgen für den Meeresspiegel.
  • 75 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz nimmt sich eine neue Fernsehserie dem Holocaust an. Unter dem Namen «Hunters» begleiten Zuschauer eine Gruppe von Nazi-Jägern auf ihrer Rache-Mission in den 1970er-Jahren. Die Fernseh-Macher setzen dabei auf eine Mischung aus Realität und Fiktion. Der Gedenkstätte im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau ist das zu viel. Sie hat in sozialen Medien die Fernseh-Serie kritisiert.

Autor/in: Silvan Zemp, Moderation: Roger Aebli, Redaktion: Samuel Wyss