«Acht Berge» von Paolo Cognetti

Der Roman «Acht Berge» des Mailänder Autors Paolo Cognetti ist ein stilles Buch über eine Männer-Freundschaft, das harte Leben in den Bergen und die Suche nach dem richtigen Platz im Leben.

Portrait von Paolo Cognetti
Bildlegende: Paolo Cognetti hat für seinen Roman «Acht Berge» den renommierten italienischen Literaturpreis Premio Strega erhalten. @Roberta Roberto

Eine Hütte in den italienischen Alpen. Sie liegt abgelegen auf 1900 Metern Höhe an der Baumgrenze. In Sicht das Monte Rosa Gebirge. Zwei Freunde verbringen dort viel Zeit miteinander. Sie reden nicht viel, sie verstehen sich ohne Worte. Schon als Kinder sind sie an Sommertagen durch die verlassenen Häuser des Bergdorfes gestreift oder haben an Wildbächen gespielt.

Der eine ist ein Städter, der andere ein Bergbauer. Für ersteren bedeuten die Berge, Freiheit und Stille. Dahin zieht er sich zurück, wenn ihm die Stadt zu laut wird. Der andere arbeitet sich am Berg ab, versucht das harte Leben seiner Vorfahren als Alphirte weiter zu führen und kämpft dabei um das Überleben.

Paolo Cognetti hat für seinen Roman «Acht Berge» den renommierten italienischen Literaturpreis Premio Strega erhalten. Er erzählt nicht nur die Geschichte einer Männerfreundschaft, er zeigt auch was passiert, wenn ganze Talschaften sich entvölkern und Bergdörfer zerfallen, weil niemand mehr dort leben mag. Und auf der anderen Seite die Berge zum Sehnsuchtsort für zivilisationsgeplagte Städter geworden sind. Paolo Cognetti ist Gast in der Sendung 52 Beste Bücher und erzählt unter anderem von seiner eigenen Faszination für die Berge.

Buchhinweis:
Paolo Cognetti. Acht Berge. Aus dem Italienischen von Christiane Burkhardt. DVA, 2017.

Autor/in: Esther Schneider