«Das Prinzip» von Jérôme Ferrari

Das Denken und das Handeln des Physikers Werner Heisenberg (1901- 1976) nimmt der französische Schriftsteller Jérôme Ferrari in seinem neuen Roman «Das Prinzip» zum Anlass, die geistigen und politischen Grundlagen unserer Zeit zu diskutieren.

Autorenporträt Jérôme Ferrari
Bildlegende: Jérôme Ferrari erkundet die Facetten der Physik. Mathias Bothor

Die Physiker haben nicht nur die Physik verändert, sondern die Welt, unsere Weltanschaung und sogar die «condition humaine» selbst. Sie stellen in Frage, ob es eine Materie gibt, sie haben die Atombombe ermöglicht und sie haben sich z.T. in den Dienst des Nationalsozialismus gestellt - wie z.B. Werner Heisenberg, der Entdecker der sogenannten «Unschärferelation». Anhand der Biographie des Nobelpreisträgers Heisenberg untersucht und bebildert der Schriftsteller und Philosoph Jérôme Ferrari (Jahrgang 1968, Prix Goncourt des Jahres 2012) die geistigen Grundlagen unserer Zeit. Sein Roman ist der lange Brief eines Studenten, der im Examen an Heisenberg scheitert, an eben diesem Heisenberg. Die Physikerin und Wissenschaftsredaktorin Hanna Wick und der Schriftsteller Christian Haller diskutieren in der Sendung über Ferraris Roman und die Bedeutung der Physik für unser Leben.

Buchhinweis:
Jérôme Ferrari. Das Prinzip. Aus dem Französischen von Christian Ruzicska und Paul Sourzac. Secession, 2015.

Autor/in: Felix Schneider