«Das Vermächtnis des Fotografen» von Pál Závada

Der 1954 geborene ungarische Schriftsteller und Soziologe Pál Závada entwirft in seinem breit angelegten Roman «Das Vermächtnis des Fotografen» in einer Vielzahl von miteinander verzahnten Geschichten ein bei aller Komik düsteres Panorama der ungarischen Gesellschaft zwischen 1942 und 1992.

In den sich immer wieder kreuzenden Lebensläufen einer Handvoll Protagonisten spiegelt sich die von politischem Opportunismus und schier unausrottbarem Antisemitismus geprägte Geschichte Ungarns, im Buch verknüpft mit einer erotischen Sittengeschichte, deren Vorbild augenscheinlich Flauberts «Educations sentimentale» ist.

Christine Lötscher und Annette Pehnt diskutieren, Hanspeter Müller-Drossaart liest vor.

Moderation: Hans Ulrich Probst