«Der letzte Grieche» von Aris Fioretos

Virtuos, vielfältig gebrochen und fragmentiert, erzählt der schwedische Schriftsteller Aris Fioretos in seinem neuesten Roman vom 20. Jahrhundert als dem «bleiernen Zeitalter der Migration».

Fioretos, Sohn eines Griechen und einer Österreicherin, erzählt diese Geschichte der Migration aus der Sicht griechischer Protagonisten. Sie mussten aus Kleinasien flüchten und litten später unter dem Joch der Militärdiktatur.

Die Grossmutter, eine eigenwilligen Bäckerstochter, wird 1922 aus Smyrna vertrieben und flüchtet zusammen mit dem Sohn nach Makedonien, in ein unwirtliches Bergdorf nahe der bulgarischen Grenze. Von dort zwingen Militärdiktatur und wirtschaftliche Not den Enkel ins Exil.

In Schweden, im Haus des Arztes Manolis Florinos, findet Jannis Georgiadis vorübergehend das Paradies. Doch weder gelingt es ihm, seine Träume zu verwirklichen, noch seine Heimat zu vergessen.

Autor/in: Franziska Hirsbrunner