Franz Hessel: «Heimliches Berlin»

Ein literarisches Juwel ist wiederzuentdecken: Franz Hessel, geboren 1880 in Stettin, gestorben 1941 in Sanary-sur-Mer, schildert in seinem kleinen Roman von 1927 einen Tag in Berlin als Tanz am Abgrund.

In einer glasklaren, sarkastisch-elegischen Sprache erzählt er von der durch die Inflation verarmten Grossbourgeoisie und Boheme, der er selbst angehörte, erzählt gleichzeitig als deren Aussenseiter, als unvoreingenommener Beobachter und getreu seinem Motto: «Geniesse froh, was du nicht hast».

«Heimliches Berlin» ist nicht nur ein Zeitzeugnis, es ist ein Buch über die gesellschaftliche Verfassung der Neuzeit überhaupt. Und in seiner Analyse der zerstörerischen Macht des Geldes fast schon unheimlich aktuell. Ein Gespräch mit dem Archivar und Verleger Bernhard Echte. 

Autor/in: Franziska Hirsbrunner