«Schönes Neues England» von Sam Byers

«Schönes Neues England» vom jungen britischen Autor Sam Byers ist eine turbulente Mediensatire mit düsterem Unterton. Die Hauptrolle spielen darin Blogger und Influencer im Netz.

Ein Mann blickt an der Kamera vorbei
Bildlegende: Siddharth Dhanvant Shanghvi

Instagram, Facebook, Twitter – heutzutage nutzen die meisten von uns Social Media im Internet. Was das mit uns macht, wie die virtuelle unsere reale Welt beeinflusst, davon erzählt der Roman «Schönes Neues England» vom jungen britischen Autor Sam Byers. Du bist niemand, solange dich im Netz niemand hasst, heisst es an einer Stelle. Hasskommentare lösen im Netz viele Klicks aus. Und Klicks sind die neue Währung. Sam Byers spielt gekonnt damit. In einem krimiartigen Plot zeigt er wie Tech-Firmen das Internet manipulieren und Politiker das Netz für populistische Propaganda nutzen. Der Roman, angesiedelt in einem fiktiven England nach dem Brexit, lebt von frechen Dialogen und umwerfend komischen Milieustudien.

Buchhinweis:
Sam Byers. Schönes Neues England. Aus dem Englischen von Clara Drechsler und Harald Hellmann. Tropen, 2019.

Autor/in: Esther Schneider