«Yalo» von Elias Khoury

Ein libanesisches Leben in Zeiten des Kriegs und Nachkriegs: Der Christ Yalo gerät jung in eine der Milizen. Nach dem Krieg bewacht er das Anwesen eines Waffenhändlers und drangsaliert in den umliegenden Hügeln Paare, die sich dort des nachts zu Schäferstündchen einfinden.

In eine der Frauen verliebt er sich. Sie steht ihm ein Jahr lang zu Diensten, dann zeigt sie ihn an.

Unter Folter rekapituliert Yalo eine Geschichte, die tief in der libanesischen Vergangenheit wurzelt und in der Machtpolitik und Gewalt ganze Generationen korrumpiert und zerstört hat.

Im Gespräch stellt Elias Khoury, 1948 in Beirut geboren und einer der tonangebenden Intellektuellen der arabischen Welt, seinen neuen Roman vor.

Autor/in: Franziska Hirsbrunner