Ayurveda ist Medizin und Ernährung

Ayurvea – da denken viele an eine Massageliege und Öl, das auf die Stirne geträufelt wird. Ayurveda, das ist jedoch die Tausende von Jahren alte, ganzheitliche Heilkunst und Ernährung.

Mann auf dem Bauch liegend bei Massage
Bildlegende: Ayurveda, das sind auch Massagen. Aber auch Ernährung und Lebensphilosophie. colourbox

Stephanie Scherz ist leitende Chirurgin am Spital Emmental und sie hat eine Praxis in Thun. Das Spezielle an ihrer Praxis sind die zwei Sprechzimmer. Eins für die Schulmedizinerin, das andere mit Massageliege und einer riesengrossen Holzkiste in der Ecke für ayurvedische Behandlungen. «Ayurveda kann zum Beispiel bei Hauterkrankungen, rheumatischen Schmerzen, Schmerzen im Bereich des Rückens oder auch bei psychischen Problemen sehr gut sein», sagt die Schulmedizinerin.

Behandlung auf der Liege und in der Schwitzbox

In ihrem Behandlungszimmer macht sie ayurvedische Massagen, und einige Patienten gehen danach in die Svedana-Box, eine Holzbox, zum Schwitzen. Die Box lässt sich mit einer Wohnzimmersauna vergleichen. Stephanie Scherz ist – trotz einem Master in Ayurveda – ganz die Schulmedizinerin geblieben. Ayurveda kann helfen, lindern, aber nicht immer. Auch das gehöre zur indischen Heilkunst, anzunehmen, dass man manchmal auch gar nichts machen könne. Aber Ayurveda kann hin und wieder die Nebenwirkungen der Schulmedizin, die bei einigen Behandlungen das Mittel der Wahl ist, so Scherz, lindern. «Gerade gegen die Folgen einer Chemotherapie, diese Müdigkeit und Mattigkeit, kann Ayurveda gut helfen.»

Ayurveda ist auch Ernährung

Was in der ayurvedischen Medizin die Kräuter sind, sind in der ayurvedischen Küche die Gewürze. Stephanie Scherz warnt vor Direktimport via Internet. «Diese Kräuter und Gewürze sind unbekannten Ursprungs und häufig schadstoffbelastet», sagt die Chirurgin.

Moderation: Sandra Schiess, Redaktion: Regula Zehnder