Das Kulinarik-Magazin «Marmite» feiert den Sechzigsten

«Marmite», das älteste Kulinarik-Magazin der Schweiz feiert Geburtstag.

Älteste und neuste Ausgabe der Zeitschrift «Marmite».
Bildlegende: Älteste und neuste Ausgabe der Zeitschrift «Marmite». Marmite, bearbeitet: SRF

Mit sorgfältig recherchierten Kulinarik-Geschichten, Interviews mit Spitzenköchen und Rezepten aus der Sternenküche ist das Gourmet-Magazin «Marmite» für viele passionierte Hobbyköche - und Köchinnen (und bestimmt auch für den einen oder anderen Profi-Koch) bis heute Inspirationsquelle am Herd oder auch schlicht die Schweizer Referenz für die gehobene Tafelkultur. Sechs mal im Jahr, Ausgabe für Ausgabe. Und das seit vielen Jahren.

Qualitätstitel für Ess- und Trinkkultur

Angefangen hat der Qualitätstitel für Trink- und Esskultur vor 60 Jahren allerdings um einiges bescheidener. Als Vereinsorgan nämlich des kurz zuvor gegründeten «Schweizer Clubs kochender Männer». Entsprechend einfach war der Auftritt damals: eine dünne Zeitung im Grossformat, gedruckt auf gewöhnlichem Zeitungspapier. Zu lesen gab's Vereinsnachrichten und Club-Mitteilungen und in jeder Ausgabe ein Gastro-Horoskop samt passendem Rezept. Rezept und Horoskop verfasst vom damaligen Präsidenten des «Schweizer Clubs kochender Männer», dem Radiokoch und HD-Läppli-Regisseur Charles Ferdinand Vaucher.

Die finanzielle Unterstützung bei der Gründung des Schweizer Clubs der Hobbyköche kam übrigens damals von der Firma Maggi aus Kemptthal, die das Vereinsorgan der Hobbyköche dann selbstverständlich auch gleich nutzte um via Rezepte oder im Heft platzierter Werbung firmeneigenen Produkte wie Maggi-Weisse Sauce, Fondor-Streuwürze oder auch die hauseigene «Oxtail clair» an den Hobby-Koch zu bringen.

Feiern bei Schweizer Spitzenköchen

Das älteste Schweizer Gourmet-Magazin feiert dieses Jahr seinen 60igsten Geburtstag übrigens zusammen mit interessierten Lesern in diversen Schweizer Sternen-Küchen. Die nächste Station ist das Restaurant Attisholz in Solothurn. Bekocht wird die Geburtstagsgesellschaft dort von Chef, Jörg Slascheck, dessen Küche mit 17 GaultMillau-Punkten ausgezeichnet ist.

Redaktion: Maja Brunner