Energie sparen beim Kochen - Die Pfanne bringt's!

Die Pfanne spielt beim Energiesparen in der Küche eine wichtige Rolle. Deshalb: Hände weg von billigen Pfannen.

Diverse Pfannen.
Bildlegende: Wer beim Kauf einer Pfanne auf Qualität achtet, spart Energie. Colourbox

Muss das Pfannenset zum unverschämt tiefen Billigpreis nach zwei Jahren schon wieder ersetzt werden, gehe viel sogenannte graue Energie, die bei der Herstellung der Pfanne anfällt, verloren, sagt Energieexperte Jürg Nipkow von SAFE, der Schweizerischen Agentur für Energieeffizienz

Die Isolierpfanne hilft Energie zu sparen

Er empfiehlt zum Kochen entweder doppelwandige Isolierpfannen oder solche, die zum Erhalt der Wärme in einen isolierenden Übertopf gestellt werden. Mit solchen Pfannen, sagt der Energieexperte, könne mindestens ein Drittel der Energie eingespart werden.

 

Aber auch sonst lässt ich beim Kochen Energie einsparen. Und nicht mal wenig! Einen ganzen Viertel oder sogar einen ganzen Drittel der Energie, die wir täglich beim Kochen sozusagen «verbraten», könnten wir eigentlich einsparen: indem wir nicht mehr Wasser erhitzen, als wir zum Kochen auch unbedingt brauchen. Indem wir die Pfanne beim Kochen, wenn immer möglich, mit dem Deckel verschliessen und den Ofen nur dann vorheizen, wenn das vom Rezept her wirklich nötig ist.

 

Und so verbrauchen Sie nicht unnötig Energie beim Kochen:

 

  • Erhitzen Sie Wasser ausschliesslich für Kaffee, Tee oder eine Fertig-Suppe, dann kochen Sie das Wasser mit Vorteil immer im Wasserkocher. Das verbraucht weniger Energie als wenn Sie das Wasser auf dem Herd zum Kochen bringen.

 

  • Erhitzen Sie allerdings Wasser, um darin zum Beispiel Teigwaren zu garen, dann empfiehlt es sich, dieses in der Pfanne aufzukochen. Aber Achtung: Die Pfanne dabei immer mit dem Deckel zudecken.

 

  • Für Teigwaren nur gerade so viel Wasser aufkochen, dass diese gut mit Wasser bedeckt sind und die Teigwaren beim Kochen nicht zusammenkleben. Oder anders gesagt: Ausprobieren, wie viel Wasser beim Teigwarenkochen wirklich nötig ist und nicht routinemässig immer den ganz Topf mit Wasser füllen.

 

  • Kartoffeln, Gemüse und Eier brauchen zum Kochen nur wenig Wasser. Steht das Gargut zwei bis drei Zentimeter tief im Wasser, genügt das vollauf. Vorausgesetzt natürlich, die Pfanne ist mit einem Deckel zugedeckt. Denn nur so kann das Gargut im Dampf garen.

 

  • Heizen Sie Ihren Backofen nicht routinemässig vor, nur weil dies im Rezept steht. Bei vielen Gerichten (Aufläufe, Zopf, Gratins, Ofengemüse, Schmorbraten usw.) ist das Vorheizen unnötig. Diese Gerichte kann man problemlos in den kalten Ofen schieben und diesen erst anschliessend aufheizen. Planen Sie dann aber für den Garprozess etwas mehr Zeit ein.

 

 

Moderation: Sandra Schiess, Redaktion: Maja Brunner