Essen mit 60 und 70 Jahren

Die Zeit der Pensionierung bedeutet essenstechnisch eine Zäsur. Das Zmittag in der Kantine entfällt, alle Mahlzeiten werden nun wieder zu Hause gegessen. Und man hat plötzlich Zeit. Diese gilt es nun zu nutzen. Auch der Teller kann davon profitieren

Kochen in Gemeinschaft Mann und Frau
Bildlegende: Keiner ist zu alt ein Meisterkoch zu werden. colourbox

Es kommen aber noch ganz andere Herausforderungen dazu, sagt Stéphanie Bieler von der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung: «Wie gestalte ich meinen Tag? Schlafe ich aus? Lasse ich das Frühstück ausfallen?» Von letzterem rät die Expertin aber ab. «Am besten bleibt man bei drei Mahlzeiten täglich, nach Möglichkeit immer etwa zur gleichen Tageszeit.» Der Kalorienbedarf sinkt um weitere 100 – 150 Kilokalorien.

Eiweiss ist am Wichtigsten

Am wichtigsten ist nun das Eiweiss auf dem Teller. Wer eher unter Appetitlosigkeit leidet: Eiweiss in Form von Fleisch, Tofu, Fisch, Eiern oder Milchprodukten den Vorzug geben. Lieber beim Gemüse sparen.

Entdecken Sie das Kochen

Die Pensionierung ist ideal, um die Ernährung umzustellen und das Kochen (wieder) zu entdecken. Auch wer vorher nie gekocht hat, kann noch zu einem Meisterkoch werden. Der Grossvater von Stéphanie Bieler hat nach der Pensionierung einen Kochkurs besucht. Mit Erfolg, ab da schwang er den Kochlöffel. «Man kann es auch einfacher angehen und einfach Menus kochen, welche die Partnerin oder der Partner nicht so oft oder ungerne kocht», so Bieler.

Moderation: Adrian Küpfer, Redaktion: Regula Zehnder