Fasten-Serie, Teil 3: Basenfasten

Beim Basenfasten soll der Körper «entsäuert» werden. Die Theorie: Durch Getreide und eiweissreiche Lebensmittel entstehen im Körper Säuren. Mit Obst und Gemüse während des Basenfastens und dem Verzicht auf tierisches Eiweiss wird der Säure-Basen-Haushalt wieder hergestellt.

Zwei Zitronen vor weissem Hintergrund.
Bildlegende: Es mag auf den ersten Blick überraschend wirken: Die Zitrone ist ein basisches Lebensmittel. Colourbox

Basenfasten heisst nicht, auf Lebensmittel zu verzichten, die sauer schmecken. Entscheidend ist, ob ein Lebensmittel im Körper säure- oder basenbildend wirkt. Dafür konsultiert man den sogenannten PRAL-Wert. PRAL steht für «Potential renal Acid load» (potentielle Säurebelastung der Niere).

Die Zitrone: basisches Lebensmittel

Bei der Zitrone, die einen basischen PRAL-Wert hat, wirkt die Säure im Mund. Ist die Zitrone aber verdaut und wird dem Stoffwechsel beigefügt, so wirkt sie basisch. Deshalb ist die Zitrone ein basisches Lebensmittel.

Einseitige Ernährung

Während des Basenfastens sind Milchprodukte, Fleisch und Stärkelieferanten wie Brot und Teigwaren tabu. Kartoffeln, auch ein Stärkelieferant, sind dagegen erlaubt. «Basenfasten ist eine einseitige Ernährung», sagt die SRF-Ernährungsberaterin Anita Gröli. Sie empfiehlt deshalb, nicht länger als eine Woche auf diese Weise zu fasten.

Auch das Basenfasten beginnt man mit abführendem Glaubersalz oder einem Einlauf. Da man bei diesem Fasten mengenmässig «normal» isst, sollte man den Darm alle zwei bis drei Tage – wie am Anfang – komplett entleeren.

Die Anhänger des Basenfastens empfehlen, während des Fastens Massagen und einfache Atemübungen. Tiefes, bewusstes Ein- und Ausatmen trage, wie die basische Ernährung, zur Reinigung des Körpers bei, so die Anhänger.

Viel Gemüse und Früchte, eine Stärkebeilage und wenig Eiweiss

Für die Ernährungsberaterin Anita Gröli ist das Interessante am Basenfasten, dass sie fast dem optimalen Teller der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung (SGE) entspricht: «Dazu gehören viel Gemüse und Früchte, eine Stärkebeilage und wenig Eiweiss.»

Moderation: Thomy Scherrer, Redaktion: Regula Zehnder