Fasten-Serie, Teil 5: Was das Fasten mit dem Körper macht

Für die Sendung «Puls vor Ort» hat die Puls-Redaktorin Sarah Allemann das Testkaninchen gemacht und eine Woche unter medizinischer Begleitung gefastet. Das Gefühl, Bäume ausreissen zu können blieb aus, aber die Redaktorin fühlte sich gut. Abgesehen von den Kopfschmerzen am Anfang.

Frau hält einen Apfel in der Hand.
Bildlegende: Ausserordentliches Geschmackserlebnis? Der Apfel nach dem Fastenbrechen erleben manche Leute als sensationelles Geschmackserlebnis.

«Das Fastenhigh blieb leider aus», sagt Allemann. Sie hat aber auch kein Fastentief erfahren. Ab Tag 3 war auch das Hungergefühl weg. Körperlich war sie etwas weniger leistungsfähig, was sie beim Spazierengehen schon mal merkte. Auch mit der Konzentration klappte es in diesen Tagen nicht immer gleich gut. «Ab und zu hatte ich sogar Wortfindungsstörungen», erinnert sie sich.

Während des Fastens hat man Sarah Allemann sieben Tage lang während 24 Stunden den Blutzucker gemessen, täglich ging es zur Blutentnahme. Sie hat ein halbes Kilo Muskelmasse verloren und war nach einer Woche Fasten 4,5 Kilo leichter.

Leckeres Knäckebrot nach dem Fastenbrechen

«Der Apfel, mit dem ich das Fasten nach einer Woche gebrochen habe, schmeckte leider nicht wie erwartet sensationell», erzählt Allemann. Fastenerfahrene berichten, dass dieser geschmacklich ausserordentlich sei. «Vielleicht habe ich einen nicht besonders guten Apfel erwischt», sagt sie. Umso mehr hat ihr das Knäckebrot mit Quark und Honig am Tag nach dem Fastenbrechen geschmeckt. Davon schwärmt sie noch heute.

Sarah Allemann kann sich gut vorstellen, noch einmal zu fasten. In einem Jahr, vielleicht wieder klassisch vor Ostern. Oder vor dem Weihnachtsschlemmen, im Dezember. Dann aber gibt sie wieder zu bedenken, dass sie einfach doch gerne isst und geniesst.