FODMAP-Esskonzept gegen starkes Bauchweh

Wer regelmässig so starke Bauchschmerzen, Blähungen oder Verstopfungen hat, dass das alltägliche Leben eingeschränkt ist, der könnte das FODMAP-Konzept ausprobieren. Bei 75 Prozent der Betroffenen hilft es.

Freunde im Restaurant.
Bildlegende: Unbeschwertes Essen mit Freunden? Während der FODMAP-Esseinschränkung kaum möglich. colourbox.com

«FODMAP steht für Fermentierbare Oligo-, Di- und Monosaccharide (And) Polyole», erklärt Ernährungsberaterin Beatrice Schilling, «und darunter fallen Kohlenhydrate wie Fruktane, Laktose, Fruktose und Sorbit, die natürlicherweise in gewissen Lebensmitteln vorkommen.»

Es wird schnell klar: Dieses Esskonzept ist nicht ganz einfach zu verstehen, daher sollte es von einer professionellen Beratung begleitet werden. Man spricht auch nicht von einer Diät, sondern eher von einer Diagnoseform.

Die erste Phase
Das FODMAP-Esskonzept besteht aus zwei Phasen. Die erste Phase dauert zwei bis sechs Wochen und sie besteht darin, auf FODMAP-Lebensmittel zu verzichten. Keine Teigwaren, keine Milch, kein Weizen, keine Äpfel, Birnen, Datteln, keine Pilze, keine Zwiebeln, keine Erbsen, um nur einige zu nennen. «Fleisch und Fisch, Reis und Kartoffeln und ausgewählte Gemüse und Früchte gehen aber gut.»

Nach dieser ersten Phase geht es 75 Prozent der Betroffenen besser. Verbessern sich die Bauchbeschwerden nicht, haben diese vermutlich eine andere Ursache als die Ernährung.

Die zweite Phase
In der zweiten Phase des FODMAP-Konzeptes geht es darum, herauszufinden, welche Kohlenhydrate und Zucker man verträgt und welche nicht. Der Betroffene probiert einzelne Lebensmittel aus und beobachtet was passiert.

«Man sollte mit denjenigen Lebensmitteln beginnen, welche man am meisten vermisst hat», schlägt Beatrice Schilling vor. «Einige Lebensmittel verträgt man zwar nicht häufig, aber hin und wieder gegessen, machen sie keine Probleme.»

Redaktion: Brigitte Wenger