Gerichte und ihre Geschichte: Aargauer Rüeblitorte

Eigentlich ist sie genial, die Aargauer Rüeblitorte. Denn sie ein gutes Beispiel dafür, wie man einst trotz eines limitierten Angebots an Lebensmitteln mit kreativer Phantasie den Beschränkungen ein Schnippchen schlagen konnte.

Aargauer Rüeblitorte
Bildlegende: Aarauer Senioren erhalten vom Stadtrat bei hohen runden Geburtstagen eine Rüeblitorte. Wikipedia Commons/AT U

Provenienz der Rüeblitorte

Ob die Rüeblitorte tatsächlich im Kanton Aargau erfunden wurde, lässt sich nicht eindeutig beweisen. Doch viele Indizien deuten darauf hin. So gilt der Aargau als typisches Anbaugebiet von Karotten. Das ist in besonderem Mass seit dem 19. Jahrhundert der Fall, als sich im Aargau der Anbau von Zuckerrüben für die Zuckerproduktion ausbreitete. Daneben gibt es im Aargau auch das Küttiger Rüebli, eine weissliche Karottensorte, die eine Aargauer Exklusivität ist.

Die ersten schriftlichen Hinweise stammen aus der Zeit der Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert. So ist etwa im Hauswirtschaftslehrbuch «Gritli in der Küche», das 1904 erstmals erschienen ist und lange Jahre als der Klassiker der Deutschschweizer Haushaltsbücher galt, ein Rüeblitortenrezept unter der Bezeichnung «Aargauertorte» zu finden.

Redaktion: Rudolf Trefzer