Gerichte und ihre Geschichte: Entrecôte Café de Paris

Das Entrecôte Café de Paris gilt als Klassiker unter den nobleren Fleischgerichten. Doch anders als man annehmen könnte, ist das Ursprungsland der Café-de-Paris-Kräuterbutter nicht Frankreich, sondern die Schweiz.

Fehlt nur doch die Café-de-Paris-Kräutersauce zur Vollendung.
Bildlegende: Fehlt nur doch die Café-de-Paris-Kräutersauce zur Vollendung. Colourbox

Anders als bei vielen traditionellen Gerichten sind die Fakten bezüglich der Entstehung klar und eindeutig. Entstanden ist die berühmte Beurre Café de Paris 1930 in Genf. Das Rezept stammt aus dem Genfer Restaurant Du Coq d'Or der Familie Boubier, wo diese hauseigene Kräuterbutter mit einem Entrecôte serviert wurde. Innert Kürze wurde dieses Gericht bei den Gästen zu einem Renner.

Das Geheimnis der Zubereitung dieser Kräuterbutter ging dann an die Tochter der Familie Boubier. Diese wiederum war mit Arthur-Françpois Dumont verheiratet, dem späteren Besitzer des Café de Paris an der Rue du Mont-Blanc. Das Restaurant, das unweit des Hauptbahnhofs in Genf liegt, gibt es heute noch. Zwar hat es inzwischen den Besitzer gewechselt, doch das einzige warme Gericht, das dort zubereitet wird, ist das Entrecôte Café de Paris, das mit grünem Salat und Pommes Alumettes serviert wird.

Das Originalrezept ist in keinem Kochbuch zu finden, es handelt sich um ein gut gehütetes Betriebsgeheimnis. Wer diese Kräuterbutter geniessen möchte, muss also nach Genf fahren. Oder nach Sion, Madrid, Stockholm, Dubai oder Abu Dhabi, wo sich weitere Niederlassungen des Genfer Café de Paris befinden.

Moderation: Adrian Küpfer, Redaktion: Rudolf Trefzer