Gerichte und ihre Geschichte: Frikadellen

Frikadellen gibt es in unzähligen Rezeptvarianten in vielen Küchen der Welt. Gemeinsam ist ihnen allen, dass man sie aus gehacktem Fleisch zubereitet, welches zu Kugeln, Bällchen oder flachen Klössen geformt wird.

Frikadellen.
Bildlegende: Frikadellen gehören seit Jahrhunderten zum Repertoire vieler Küchen. colourbox

Bei Frikadellen handelt es sich um eine alte Zubereitungsart von Fleisch, die mit jener von Würsten vergleichbar ist. Der Hauptunterschied besteht darin, dass die Fleischmasse ohne Tierdarm-Hülle kompakt bleibt.

Zu den ältesten überlieferten Frikadellen-Rezepten gehört ein Rezept mit dem lateinischen Titel «Isicia omentata» aus dem römischen Kochbuch «De re coquinaria» von Apicius. Auch in zahlreichen Kochbüchern, die seit dem Mittelalter erschienen sind, findet man Rezepte für Frikadellen bzw. Polpette (wie sie auf Italienisch heissen). So etwa im «Libro de Arte Coquinaria» (2. Hälfte 15. Jahrhundert) von Maestro Martino und auch im ältesten deutschsprachigen Kochbuch der Schweiz, einem Manuskript aus der Küche des Bischofs von Chur aus dem Jahre 1559. Es enthält gleich mehrere Polpette-Rezepte, die mit den heutigen Frikadellen-Rezepten weitgehend identisch sind.

Moderation: Sandra Schiess, Redaktion: Rudolf Trefzer