Gerste – Comeback einer alten Getreidesorte

Obwohl Gerste nahrhaft und eine der ältesten Getreidesorten ist, wird sie in der Küche eher selten verwendet. Jetzt aber erlebt sie ein Comeback.

Wintergersten-Feld.
Bildlegende: Heimisches Getreide: Ein Wintergersten-Feld in der Nähe von Basel. Keystone

Gerste war im Vorderen Orient und im östlichen Balkan eine der ersten von Menschen angebauten Getreidearten. In Europa war sie bis ins 16. Jahrhundert hinein das Hauptgetreide, vergleichbar mit dem Reis in Asien. Gerste wurde vor allem in Form von Breien oder Suppen gegessen. Wegen ihres geringen Klebergehaltes ist sie aber für die Brotherstellung wenig geeignet und wurde in der Folge von den typischen Brotgetreiden Weizen und Roggen verdrängt.

Doch seit einigen Jahren erlebt sie ein Comeback. Neben Suppen und Eintöpfen lassen sich mit Gerste auch nahrhafte Salate zubereiten. Da Gerste im Kochverhalten dem Risottoreis ähnelt, kann man statt eines Risotto auch mal einen Orzotto oder, wie es italo-schweizerisch heisst, einen Gerstotto zubereiten.