Heidelbeere, blaue Wunderkugel?

Die Heidelbeere wird auch Blaubeere genannt und dieser Name bringt's auf den Punkt: Die blaue Farbe ist es, was die Beere so gesund macht.

Strauch mit Heidelbeeren.
Bildlegende: Die Heidelbeere hat weniger Zucker als andere Früchte und viele gesunde Inhaltsstoffe. Colourbox

Anthocyan nennt man den blauen Farbstoff, von dem die Heidelbeere so viel enthält. Es ist ein sogenannter sekundärer Pflanzenstoff.

«Sekundäre Pflanzenstoffe sind antibakteriell, das heisst, sie hemmen das Bakterienwachstum. Ausserdem können sie entzündungshemmend sein oder sie erweitern die Gefässe und fördern damit die Durchblutung», erklärt Ernährungsberaterin Beatrice Conrad.

Die Heidelbeere hat neben Anthocyan auch andere gesunde Inhaltsstoffe: Vitamin C und andere Vitamine, Kalium, Nahrungsfasern, viel Wasser und wenig Zucker. Auf jeden Fall weniger Zucker als andere Früchte.

Nur Vorteile also, wer die Heidelbeere mag? Beatrice Conrad bejaht. Doch sie relativiert sogleich: «Die Heidelbeere gehört sehr wohl in den saisonalen Menüplan. Schon eine Handvoll bringt uns viele gesunde Stoffe. Doch ist sie nicht besser als andere Beeren und Früchte. Gesund isst, wer abwechslungsreich, ausgewogen und vor allem auch farbig isst!»

Übrigens: Anthocyan ist auch gesund für die Heidelbeerpflanze. Auch die Pflanze schützt sich damit vor Bakterien und anderen schädlichen Einflüssen.

Redaktion: Brigitte Wenger