Hypokras – Gewürzwein für kalte Wintertage

Der Hypokras ist ein mit Gewürzen und Zucker aromatisierter, der in Basel vor allem in den Tagen vor und nach Neujahr genossen wird.

Aus einem Brunnen in Basel fliesst Hypokras. Ein Mann füllt seinen Becher.
Bildlegende: Die Zunft «zum Goldenen Sternen» liess 1998 mit dem hypokrasspendenen Brunnen einen alten Brauch wiederaufleben. Keystone

Je nach Rezept werden unterschiedliche Gewürze verwendet. Nicht fehlen dürfen aber Zimt, Nägeli, Muskatnuss und Kardamom. Aber auch Ingwer, Galgantwurzel und Pfeffer wurden bis ins 18. Jahrhundert verwendet. Sie haben dem Gewürzwein eine gewisse Schärfe verliehen.

Exotische Gewürze waren bis ins 19. Jahrhundert recht teuer und nicht für jedermann erschwinglich. Wer sich exotische Gewürze leisten konnte, unterstrich damit seinen gehobenen sozialen Status. Heute gilt der Hypokras als traditionelle Kuriosität, die zurzeit eine kleine Renaissance erlebt.

Redaktion: Rudolf Trefzer