Kochen wir auch nach der Corona-Krise häufiger?

Sie erinnern sich bestimmt: leer gekaufte Gemüseauslagen, Mehl und Hefe, die schwierig aufzutreiben sind. Die Anzahl Klickzahlen auf den grossen Rezepte-Websites explodierten förmlich; die Schweiz hat selber frisch gekocht und gebacken, wie kaum je vorher.

Jemand hält ein frisch gebackenes Brot in seinen Händen.
Bildlegende: Viele Menschen haben während Corona ihr erstes eigenes Brot gebacken. Kate Remmer / unsplash

Was wird bleiben, wenn uns das Virus mal nicht mehr umtreiben wird? Stehen wir auch in Zukunft häufiger am Herd? Christine Brombach, Professorin für Ernährung und Consumer Science an der ZHAW Wädenswil, würde sich wünschen, dass der Trend zum Selber-Kochen bleibt. Wer selber koche, sagt sie, esse grundsätzlich gesünder, weil man bessere Kontrolle über das habe, was auf dem eigenen Teller lande.

Wir fallen in alte Muster zurück

Dass der Trend zum Selber-Kochen dauerhaft sein wird, da hat Christine Brombach aber ihre Zweifel:. Alle Studien zu Veränderungen der Essgewohnheiten nach Krisen und Lebensmittelskandalen zeigen, sagt sie, dass wir relativ schnell wieder in alte Konsummuster zurückfallen.

Frisch Kochen braucht Zeit

Kommt hinzu, sagt Christine Brombach, dass frisch Kochen auch Zeit koste. Diese, vermutet sie, werden wir nicht mehr im gleichen Ausmasse haben, wenn wir alle wieder – so wie vor der Krise – in unseren beruflichen Alltag eingebunden sind.

Redaktion: Maja Brunner