Krankmachende Mikroben im Essen - Kühlbox und kühlen hilft

Wie Sonne und Hitze gehört auch das Essen im Freien zu einem perfekten Sommer. Sei es beim Picnic in der Badi, oder einfach auf dem Balkon oder im Garten. Aber Achtung: Da sind Speisen gut und gerne ein paar Stunden ungekühlt. Idealer Nährboden für Mikroben, die krank machen können.

Kühlbox am Strand.
Bildlegende: Gebt den Mikroben keine Chance und kühlt bei Hitze empfindliche Lebensmittel. Colourbox

«Grundsätzlich ist der Genuss von verderblichen Speisen im Sommer kein Problem», sagt der Berner Kantonschemiker Othmar Deflorin. «Sogar Kartoffelsalat kann bedenkenlos gegessen werden, selbst wenn er mit Mayonnaise zubereitet wird. Wichtig ist, dass die Kühlkette nicht unterbrochen wird.» Kommt der Kartoffelsalat mit in die Badi, gut durchgekühlt in einer Kühlbox oder einer Kühltasche mit richtig kalten Kühlelementen transportieren und aufbewahren.

Auch vor dem Tomaten-Mozzarella-Salat, der beim Grillabend im Garten steht, muss man sich nicht fürchten. «Hier sorgt der Balsamicoessig für einen niedrigen ph-Wert.» Mit anderen Worten: Essig desinfiziert den Salat. Der Kantonschemiker empfiehlt deshalb, im Sommer auf französische Salatsaucen zu verzichten und stattdessen auf Vinaigrette umzusteigen: «Am besten bereitet man eine Essigsalatsauce zu, die den Namen auch verdient.» Auch Salate mit einer grossen Oberfläche dazu zählen Linsen-, Mais- oder Couscoussalat sollten mit viel Essig zubereitet werden. Denn jedes Maiskorn, jede Linse bietet Angriffsfläche für Mikroben. Mehr Oberfläche bedeutet mehr Raum für die krankmachenden Bakterien. Gerade Salate mit grosser Oberfläche sollten besser in einer engen Schüssel, statt in einer Gratinform serviert werden, sagt der Experte. Auf diese Weise bietet man den Krankheitserregern weniger Angriffsfläche.

Wem eine richtige Vinaigrette regelmässig zu sauer ist: Einen Kaffeelöffel Konfitüre (Erdbeere oder Aprikose) oder einen Teelöffel Zucker zur Salatsauce geben. Das bricht dem Essig die Spitze.

Moderation: Reto Scherrer, Redaktion: Regula Zehnder