Melone und Rohschinken: Kulinarisches Traumpaar

Es gibt kulinarische Kombinationen, die werden einfach als ideal und passend angesehen. Zu diesen gehören Traumpaaren gehören Melone und Rohschinken. Warum eigentlich?

Perfekte Harmonie: Melone mit Prosciutto.
Bildlegende: Perfekte Harmonie: Melone mit Prosciutto. Colourbox

Bei der Kombination von Melone mit Rohschinken treffen zwei gegensätzliche Geschmackswelten aufeinander und bilden ein harmonisches Ganzes, das mehr Geschmacksfacetten aufweist, als wenn man die beiden Komponenten einzeln essen würde.

Doch es gibt auch eine historische Erklärung: Die mittelalterliche Medizin beruhte auf den Lehren der antiken Gelehrten Hippokrates und Galen. Gemäss ihrer Theorie (der Humoralpathologie) gibt es vier Elementarqualitäten, nach denen man die Lebensmittel einteilen kann: kalt, feucht, warm und trocken.

Melonen sind kalt und feucht. Eigenschaften, die aus der Sicht der mittelalterlichen Medizin als der Gesundheit nicht besonders zuträglich angesehen wurden. Doch durch die Kombination mit einer ausgleichenden Zutat (oder auch mehreren) konnte man einen Ausgleich schaffen. Da man Schinken für warm und trocken hielt, glaubte man, dass er die Elementarqualitäten der Melone «neutralisieren» und sie bekömmlicher machen würde.

Moderation: Dani Fohrler, Redaktion: Rudolf Trefzer