Roséweine – Weine für den Sommer

Sommerzeit ist Rosézeit. Doch Roséwein ist nicht gleich Roséwein. So wie seine Farben zwischen blassem Rosa über Lachsrot bis zu Himbeerrot variieren, so unterschiedlich sind auch die Qualitäten der Roséweine.

Grundlage vom Roséwein: Rote Weintrauben, die als Maische etwas länger stehen gelassen werden.
Bildlegende: Grundlage vom Roséwein: Rote Weintrauben, die als Maische etwas länger stehen gelassen werden. Keystone

Grundsätzlich werden Roséweine aus roten Trauben hergestellt. Dabei lässt man die Traubenmaische einige Stunden (je nach Sorte mehr oder weniger lang) stehen. Auf diese Weise löst sich ein Teil der Farb- und Inhaltsstoffe aus den Traubenschalen und der Wein bekommt seine hellrote Farbe und seine spezifische Aromatik.

Gute Roséweine sind trocken und zeichnen sich durch eine fruchtige, finessenreiche Aromatik und eine spürbare, knackige Säure aus. Typisch sind Aromen von roten Früchten (Himbeeren, Erdbeeren, Sauerkirschen, rote Johannisbeeren) aber auch von Zitrusfrüchten.

In der Weinindustrie ist ein anderes, einfacheres Rosé-Herstellungsverfahren verbreitet. Da mischt man einfach etwas Rotwein in einen einfachen Weisswein. Das ist dann zwar von der Farbe her ein Rosé, aber von der Aromatik nichts anderes als ein rosa gefärbter Weisswein.

Deshalb aufgepasst! Die Roséweine von Massenweinherstellern sind es meist nicht wert, gekauft und getrunken zu werden. Sie sind oft süsslich, unausgewogen, plump und alkoholisch.

Moderation: Thomy Scherrer, Redaktion: Rudolf Trefzer