Rund um den Wein: Die Flasche

Wein wird am häufigsten in Glasflaschen aufbewahrt. Was uns heute als Selbstverständlichkeit erscheint, war nicht immer so.

Korkzapfen
Bildlegende: Fehlerhafte Korkzapfen können einen Wein verderben. keystone

Die Glasflasche ist erst im 17. Jahrhundert aufgekommen und hat sich im 18. Jahrhundert immer mehr ausgebreitet. Aber erst um die Mitte des 19. Jahrhunderts wurde sie zum populärsten Behälter für Wein. Zuvor war Glas ein luxuriöses Gut, das sich nur die Wohlhabenden leisten konnten, um besonders gute und wertvolle Weine darin aufzubewahren. Zuvor wurde Wein in Fässern, Bottichen und Kübeln gelagert, und serviert wurde er in Metall- und Keramikkrügen.

Der Korken, ein problematischer Mitläufer

Gleichzeitig mit dem Aufkommen der Glasflasche setzte sich im 18. Jahrhundert auch der Korkverschluss durch, der aus der Rinde der Korkeiche hergestellt wird. Zuvor wurden Flaschen noch mit Holz-, Ton- oder Glasstöpseln verschlossen. Doch im Gegensatz zu diesen verschliesst der Korkzapfen eine Glasflasche luftdicht und verhindert dadurch, dass der Wein oxydiert und vorzeitig altert.

Drehverschluss als Alternative

Da fehlerhafte Korkzapfen mindestens fünf Prozent der Weine verderben, setzt eine wachsende Zahl von Weinproduzenten auf den Drehverschluss, der in den letzten Jahren perfektioniert wurde.

Moderation: Michael Brunner, Redaktion: Rudolf Trefzer