Schweizer Küchengeheimnisse

Der Schweizer Arzt Maximilian Bircher-Benner hat das weltberühmte Bircher-Müesli erfunden und der Maggi-Suppenwürfels hat auch ein Schweizer erfunden. Schweizer haben in der Küche, Haute-Cuisine und Luxus-Gastronomie jedoch einiges mehr bewegt.

Buchtitel.
Bildlegende: «Schweizer Küchengeheimnisse»: Einblick in unsere Esskultur. SRF

Martin Dahinden, Schweizer Botschafter in den USA verrät in seinem eben erschienen kleinen, feinen kulinarisch-kulturhistorischen Buch, dass Schweizer mehr erfunden haben, als das Bircher-Müesli und den Suppenwürfel. 

Im Buch «Schweizer Küchengeheimnisse» – Gesichter und Geschichten hinter bekannten Gerichten» nachzulesen zum Beispiel die Geschichte der Tessiner Auswandererfamilie Delmonico, die im 19. Jahrundert in New York mit ihren insgesammt 10 Delmonicos-Betrieben ein regelrechtes Imperium an Restaurants der Luxusklasse aufgebaut haben und dabei den Amerikanern nicht nur die klassische französiche Küche nähergebracht haben. Die Delmonicos waren auch die ersten, die in Amerika das Essen «à la carte» salonfähig machten und in ihren Restaurants eine separate Weinkarte eingeführt haben.

Oder, da ist die Geschichte des vermutlich aus der Gegend von Zürich stammenden Kochs Vatel. Er hat die Crème Chantilly erfunden und er hat sich im 17. Jh. als Hofmeister und Organisator pompöser Festessen einen Namen gemacht.

Sein Tod, war übrigens ein überaus tragischer: Weil die Meerfische, die Vatel für ein Festessen für Ludwig XVI bestellt hatte, nicht rechtzeitig geliefert worden sind, nahm sich der Koch das Leben. Er soll sich in seinem Zimmer dreimal in sein eigenes Schwert gestürzt haben.

Buchtipp:
«Schweizer Küchengeheimnisse - Gesichter und Geschichten hinter bekannten Gerichten», Martin Dahinden, Verlag Nagel&Kimche

Redaktion: Maja Brunner