Sinn und Unsinn von Sportlernahrung

Die Spitzensportler machen es vor, wir ahmen nach: isotonische Getränke auf dem Velo, Sportgels beim Laufanlass und Sportriegel auf langen Wanderungen. Doch meistens brauchen wir diese Nahrungsmittel nicht. Oder sie schaden uns gar.

Zwei Personen auf dem Mountainbike.
Bildlegende: Je länger und intensiver die Belastung, desto eher macht Sportlernahrung Sinn. Colourbox

«Sportler, die regelmässig fünf und mehr Stunden Sport machen pro Woche, können durchaus Sportlernahrung ausprobieren», sagt Ernährungsberaterin Beatrice Conrad. «Für alle anderen macht diese weniger Sinn.»

Folgende Fakten sind zu beachten:

  • Isotonische Getränke, Sportriegel und Sportgels liefern schnell viel Energie. Das heisst aber auch, dass sie viele Kalorien enthalten. Wer abnehmen will, soll darauf verzichten.
  • Sportlernahrung enthält viel Zucker. Wer immer wieder am Bidon nippt, setzt seine Zähne ständig dem Zucker aus.
  • Damit die Gels und Riegel handlich sind, sind sie in kleinen Mengen hoch dosiert. Damit ist der Magen-Darm-Trakt schnell überfordert. Es ist daher wichtig, viel Wasser zu trinken.
  • Gels und Riegel sind kein kulinarischer Hochgenuss. Wer kann, soll sich lieber eine Hefeschnecke aus der Bäckerei gönnen.
  • Feste Nahrung wie Sportriegel sind für Laufsportarten eher ungeeignet, da sie sich frei im Magen bewegen. Für Velofahrer kann es aber motivierend sein, ab und zu etwas Festes zwischen die Zähne zu bekommen.

Moderation: Sandra Schiess, Redaktion: Brigitte Wenger