Tag der Waffel – am 25. März gibt’s nicht zu «wäffeln»

Vielleicht denken Sie ja, die Schweden hätten einen an der Waffel, weil sie einmal im Jahr ihren Waffel-Tag feiern. Haben sie aber nicht. Hintergründe zu einem Gebäck mit Geschichte.

Belgische Waffel mit Blaubeeren
Bildlegende: Schweden feiert den Tag der Waffel - Wer möchte da nicht Schwede sein? Colourbox

Im Gegenteil: Am Tag der Waffel können die Schweden nämlich für einmal ganz ohne schlechtes Gewissen Waffeln schlemmen. Gar nicht so schlecht, nicht wahr?

Verschiedene Waffel-Typen

Unter Waffeln, versteht man übrigens nicht nur die dicke, weiche, rechteckige «Belgische Waffel», die häufig auf Jahrmärkten und Messen konsumiert wird, sondern auch die feinen zerbrechlichen «Bricelets singinois», die «Seisler Brätzla» oder das typische Schweizer «Guetzli», die industriell produzierte Jura-Waffel.

Gebäck mit Geschichte

Die Waffel ist keine Erfindung der Neuzeit. Die Geschichte dieses Gebäcks reicht weit zurück. Schon die Griechen, so heisst es im «Larousse gastronomique», sollen zwischen zwei Eisenplatten flache, waffelähnliche Kuchen, «obelios» gebacken haben.

Die Wikinger ihrerseits haben dann, so steht es im «Inventar vom kulinarischen Erbe der Schweiz», schon in der Zeit zwischen 700 und 1000 Waffeleisen hergestellt. Das älteste Waffeleisen aus der Schweiz stammt aus dem 11. Jahrhundert und soll in St. Gallen zum Backen von Hostien - einer Art «kirchlichem» Vorläufer der Waffel - verwendet worden sein.

Waffeln backen einfach gemacht

Noch bis ins frühe 20. Jh. hinein war das Backen von Waffeln keine ganz einfache Sache und erforderte viel Geschick. Nur erfahrene Waffelbäcker wussten genau, wie lange man das heisse Waffeleisen übers offene Feuer halten musste, damit die Waffel schön goldgelb wird.

Seit 1920 gibts elektrische Waffeleisen, die dann das Backen von Waffeln beinahe zu einem Kinderspiel gemacht haben.

Redaktion: Maja Brunner