Trends in der Sporternährung: Öko, «low carb», Supplemente

Die Sporternährung ist dem Rest der Ernährung häufig voraus. Was die Sportlerin schneller, den Sportler stärker macht, tut auch den Normalsterblichen gut. Trends in der Sporternährung sind ein Blick in die Zukunft.

Bananen und Sportgewichte
Bildlegende: Bei der Sporternährung geht es darum, mit der Ernährung die Leistungsfähigkeit zu verbessern. Colourbox

«Die aktuellen Sporternährungstrends knüpfen an die Themen an, die sich in letzter Zeit herauskristallisiert haben», sagt Joëlle Flück, Sport- und Ernährungswissenschaftlerin und Geschäftsführerin der Swiss Sport Nutrition Society SSNS. «Die Zukunft weist in Richtung personifizierte Ernährung.»

Trend 1: Nachhaltigkeit

Das Protein als Muskelbaustein ist ein wichtiges Element in der Sporternährung. Im Leistungssport gelten die tierischen Proteine als die effizientesten Proteine. Ökologisch und ethisch gesehen, macht es aber Sinn, auf pflanzliche Proteine umzusteigen.

In der Sporternährung stellt sich nun die Frage: Wie kann man nachhaltige, pflanzliche Proteinprodukte produzieren, die gleich effizient sind wie zum Beispiel die Molke? Joëlle Flück fügt an: «Die Normalsportlerin oder der Normalsportler erzielt mit pflanzlichen Proteinen einen gleichen oder ähnlichen Effekt.»

Trend 2: «Low carb» versus «high carb»

Kohlenhydrate sind die schnellsten Energielieferanten für unseren Körper. Deshalb gehören sie für Sportlerinnen und Sportler dazu. Auf den ersten Blick erstaunt es, dass «low carb», also eine Ernährung mit wenigen Kohlenhydraten dafür viel Protein und Fett, ein Trend in der Sporternährung ist.

Auf den zweiten Blick kann «low carb» während einer Trainingsphase aber durchaus Sinn machen, sagt Joëlle Flück: «Die Idee ist, dass man im Training übt, effizient Energie aus den langsameren Fettreserven zu ziehen.»

Trend 3: Supplemente

Der Trend der Supplemente ebbt schon nur deswegen nicht so schnell ab, weil der Markt gross ist. Mit Supplementen ergänzt die Sportlerin, der Sportler die normale Ernährung mit zusätzlichen Stoffen, die eine gewisse Auswirkungen auf den Körper haben sollen.

«Ob Supplemente Sinn machen oder nicht, muss im Leistungssport aber auch in der normalen Ernährung individuell beantwortet werden.»

Weitere Trends

Wie beeinflusst das Mikrobiom, die bakterielle Besiedelung des Darms, die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit? Welche Vielfalt der Mikroorganismen ist ideal? Wie spielt die Genetik mit der Leistungsfähigkeit zusammen? Solche Fragen werden in Zukunft die Sporternährung beschäftigen.

Redaktion: Brigitte Wenger